Nideggen: Erstmalig Waldjugendspiele im Kreis Düren

Nideggen: Erstmalig Waldjugendspiele im Kreis Düren

„Seit vielen Jahren führen wir jährlich Waldjugendspiele in den Wäldern auf dem Gebiet des Kreises Euskirchen durch”, berichtete der Chef des „Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde”, Forstdirektor Alfons Lückerath.

Der Förster wohnt in Froitzheim: „Ich wollte, dass auch die Viertklässler aus den Kommunen Nideggen, Heimbach, Kreuzau, Nörvenich und Vettweiß endlich den Wald erfahren.” Die Waldjugendspiele werden unterstützt von der „HIT-Stiftung”, der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald”, den Kommunen Heimbach, Nideggen und Hellenthal sowie dem Land NRW.

Geräusche erhorschen

Schüler werden von Experten an den außerschulischen „Lernort Wald” herangeführt. Sie erhorchen Geräusche, lernen Baumarten kennen, unterscheiden zwischen Sing- und Greifvögeln, Wildschweinen, Niederwild und Hochwild und erfahren, wie ein Ameisenstaat organisiert ist. Sehr wichtig sind auch die Stationen im Wald, wo der Mensch durch den Bau eines Baumhauses oder das Abholzen ganzer Baumbestände in die Natur eingreift.

Damit die Sache für die Kinder aber nicht allzu trocken wird, sind in den elf Stationen viele spielerische Elemente wie Holz umstapeln, ein Waldbild mit Fundstücken auf dem Waldboden bauen oder der Fichtenzapfenzielwurf eingeplant. Die Ergebnisse tragen die Schüler in einen Aufgabenbogen ein.

Am Ende des Projekts werden im Düsseldorfer Landtag an drei Klassen drei Preise verteilt. „Unser Ziel ist es”, erklärte Alfons Lückerath, „die Kinder im frühen Schulalter spielerisch an den Wald heranzuführen.” Auch während des Jahres gibt es außerhalb des Projekts Waldjugendspiele Möglichkeiten für Schulklassen, in „Jugendwaldheimen” und „Waldpädagogischen Zentren” von Experten durch den Wald geführt zu werden.

In diesem Jahr nehmen in den 16 Regionalforstämtern in NRW 2000 Schüler teil. Am Standort „Badewald” bei Nideggen-Berg hatten sich fünf Klassen mit 149 Kindern angemeldet. Nach der letzten Station wurde allen Teilnehmern eine Urkunde überreicht. Vor Ort koordinierte Försterin Ute Hass die Waldjugendspiele. Besonders „ins Zeug gelegt” haben sich Gertrud Lang, Mitglied des Vorstands der Forstbetriebsgemeinschaft der Stadt Heimbach, und Albert Grein, der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft der Stadt Nideggen.

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