Ersatzbrücke bei Gürzenich: Fertigstellung am Sonntag

Über die Bahnstrecke Aachen-Köln : Ersatzbrücke an der B264 geht am Sonntag in Betrieb

Nur ein total verregneter Freitag kann Thomas Müller vom Landesbetrieb Straßen.NRW noch seinen Zeitplan durcheinanderbringen. „Die Arbeiten an der Ersatzbrücke über die Bahnstrecke Aachen-Köln an der B264 bei Gürzenich liegen voll im Zeitplan“, sagt der Projektleiter. „Am Sonntag, 5. Mai, wollen wir die Behelfsbrücke für den Verkehr freigeben.“

Dafür, ergänzt Müller, sollen am Freitag dieser Woche die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden. „Und das geht eben nicht, wenn es sehr stark regnet.“

Mit dem Abriss der alten Brücke wird erst im nächsten Jahr begonnen, genau wie mit dem Bau der neuen Brücke. Müller: „Die Sperrpausen für den Bahnverkehr müssen zwei Jahre im Voraus beantragt werden. Das haben wir im April 2018 getan, so dass wir für 2020 einen Abbruchtermin bekommen werden.“ 2022 soll die endgültige Brücke stehen.

Dass die alte Brücke marode ist, ist seit Jahren bekannt. „Es war unsere Vorgabe“, sagt Müller, „dass sie noch in diesem Jahr vom Verkehr befreit wird. Das haben wir geschafft.“ Der Bau der immerhin 3,2 Millionen Euro teuren Ersatzbrücke war deswegen erforderlich, weil eine Umleitung von täglich knapp 13.000 Fahrzeugen vermutlich zu schnell zu einem Verkehrschaos hätte führen können. Bewusst, ergänzt Müller, habe man die Osterferien dazu genutzt, um die Baustellenumfahrung über die Behelfsbrücke herzustellen. Müller: „Die Umleitungen führten zum Teil durch Wohngebiete. Ich glaube nicht, dass die Anwohner auf Dauer damit einverstanden wären. Deswegen haben wir uns für den Bau der Ersatzbrücke entschieden.“

Müller weist ausdrücklich darauf hin, dass auch die Behelfsbrücke für Fußgänger- und Fahrradfahrer gesperrt bleibt. Diese müssen weiter die Umleitungsstrecke nehmen. „Das war die alte Brücke auch schon“, sagt der Projektleiter. „Leider haben sich viele Radfahrer und Fußgänger nicht an dieses Verbot gehalten.“ Weil die Ersatzbrücke schmäler als die alte Brücke sei, sei es dort für Radler und Fußgänger noch einmal gefährlicher. „Wir werden die Situation im Auge behalten“, sagt Müller. „Und bei Bedarf fordern wir eine Polizeikontrolle an.“

(kin)
Mehr von Aachener Zeitung