Eröffnung der Wallfahrt in Heimbach mit dem Hamburger Erzbischof

Wallfartsoktav in Heimbach : „Das Wichtigste sind die Menschen“

Wallfahrts-Eröffnung in Heimbach mit dem Hamburger Erzbischof

Zur Eröffnung der Wallfahrtsoktav fanden sich am Samstag bei schwülem Wetter viele Pilger und Heimbacher ein. Mit Glockengeläut und Weihrauchduft wurde das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter von Heimbach aus der Wallfahrtskirche in den Kurpark getragen. Diese ehrenvolle Aufgabe durften Abordnungen von Pilgergruppen übernehmen. Unter dem Dach des Pavillons zelebrierten die Pfarrer Dr. Christian Blumenthal und Hans Doncks mit dem Hamburger Erzbischof Stephan Heße die heilige Messe. Der Erzbischof war eigens aus der Hansestadt angereist, er hatte als junger Priester einige Jahre in Heimbach gewirkt und fühlt sich der Pfarrgemeinde verbunden. Im Kurpark waren alle Stühle besetzt, viele Menschen hatten sich außerdem ihren eigenen Klappstuhl mitgebracht. Mit Applaus wurden die Pilgergruppen begrüßt, die am Samstag einen langen Weg auf sich genommen hatten und beispielsweise aus Monschau, Neu-Lohn, Niederzier, Düren oder Rott gekommen waren. Pfarrer Doncks drückte seine Freude aus, als er seinen Blick über die vielen Menschen im Kurpark schweifen ließ und hoch zur Heimbacher Burg.

Heimsuchung Mariens

Heße nahm in seiner Predigt Bezug auf das Evangelium zur Heimsuchung Mariens: Die schwangere Maria macht sich freudig auf den Weg zu ihrer Cousine Elisabeth, die ebenfalls ein Kind erwartet.

Die Gebete der beiden Frauen sind berühmt und werden bis heute in der katholischen Kirche immer wieder gesprochen. Auf Marias Freude, auf ihre Bereitschaft zur Hingabe, ihren Schwung, ihren frohen Mut wies Erzbischof Heße hin und forderte die Gläubigen auf, diesem Weg mit ganzem Herzen zu folgen. „Maria ist auf Beziehungen ausgerichtet, sie führt zusammen“, sagte er und führte weiter aus: „Wir sollten uns nicht so sehr mit Strukturen befassen, das Allerwichtigste sind die Menschen.“ So hält er es auch – die aktuelle Situation von Flüchtlingen im Mittelmeer betrachtend – für unerträglich, „dass man die Schiffe herumirren lässt.“

In der feierlichen Heiligen Messe wurden die schönen alten und immer noch beliebten Marienlieder zur Begleitung des Musikvereins aus Simmerath-Dedenborn von vielen Stimmen gesungen. Zum Schluss hieß es: „Dir als Vorbild immerdar treu im Leben nach zu wandeln, hat vereint sich unsre Schar.“ Im nächsten Jahr jährt sich die Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes von Heimbach zum 550. Mal. (ale)

(ale)