Düren: Enorme Raumtiefe: Nuran Kremer stellt „Industrielandschaften“ aus

Düren: Enorme Raumtiefe: Nuran Kremer stellt „Industrielandschaften“ aus

Kräftige Brauntöne dominieren die elf meist großflächigen Bilder der Künstlerin Nuran Kremer. Ihre Ausstellung „Industrielandschaften“ ist bis zum 8. Mai auf Schloss Burgau zu sehen. Bei der Eröffnung definierte ihr Dozent Leo Brenner ihren Stil als geheimnisvollen Realismus. „Ihre kräftigen Farben geben ihre starke Persönlichkeit wieder.“

In ihren Bildern stellt die 1952 in der Türkei geborene Künstlerin, die heute in Stolberg lebt, profane Dinge in neue Zusammenhänge.

Die Motive entstammen alle Szenen, wie sie in älteren Fabriken und Industriebetrieben anzutreffen sind. Die Maschinen und Maschinenteile sind meist schon von Rost befallen. Die von Nuran Kremer eingesetzte Form der „Tonmalerei“ mit Ölfarben auf Leinwand, bei der zwischen den einzelnen Farbschattierungen keine scharfen Grenzen zu erkennen sind, eignet sich perfekt zur Wiedergabe diese mitunter leicht morbid wirkenden Maschinen.

Besonderen Eindruck macht ein über Eck aufgehängtes Diptichon, das durch diese Positionierung eine enorme Raumtiefe gewinnt. Entstanden sind die Werke in den letzten beiden Jahren. Die Ausstellung ergänzen unbearbeitete Stahlteile, die teilweise schon rosten. Sie hat die Künstlerin zur Auflockerung auf Stelen in dem recht großen Ausstellungsraum verteilt.

Wer Interesse an den Werken hat, kann sie auch erwerben. Die Ausstellung ist sonntags von 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 02402/81345 zu besichtigen.

(kel)