Düren: Eltern ärgern sich über die Stadt

Düren: Eltern ärgern sich über die Stadt

Die Eltern der Kindertagesstätte Don Bosco im Satellitenviertel ärgern sich über die Stadt.

Auch im nächsten Kindergartenjahr soll dort keine 45-Stunden-Gruppe eingerichtet werden, obwohl schon 2008 für 22 Kinder und nun für zusätzliche 17 Kinder Bedarf angemeldet wurde.

Da in den 45-Stunden-Gruppen fünf Kinder weniger aufgenommen werden können als in 35-Stunden-Gruppen, wäre für fünf Kinder mit Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz kein Platz mehr, argumentiert die Stadt.

Deshalb habe man sich für ein Blocköffnungsmodell (mit Mittagessen) entschieden und wolle zusätzliche Betreuungszeit in der Einrichtung durch eine Tagesmutter sicherstellen, erklärt der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Thomas Floßdorf (CDU): „Das ist eine Kompromisslösung, von der wir glauben, dass sie alle Interessen berücksichtigt.”

Für Tanja Bürger vom Elternrat ist es dagegen eine nicht akzeptable „reine Sparmaßnahme”. Sie fordert „eine gesicherte und qualifizierte Betreuung”. Unterstützt werden die Eltern von den Grünen. Deren Fraktionsvize Bruno Voß kritisiert: „Bürgermeister und CDU brüsten sich bei jeder Gelegenheit mit ihrer Familienfreundlichkeit, doch bei der konkreten Umsetzung wird mal wieder gekniffen.”

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