Müddersheim: „Elephants for peace“: Elefant vermittelt Hoffnung auf Frieden

Müddersheim: „Elephants for peace“: Elefant vermittelt Hoffnung auf Frieden

Nicht immer nur die Großstädte werden zu Dreh- und Angelpunkten, wenn es um den Frieden geht. Müddersheim, ein Ortsteil von Vettweiß, nach dem Zweiten Weltkrieg kurz Sitz der Kreisverwaltung, ausgestattet mit einer imposanten Burganlage und daran angrenzend der Alten Mühle, die vor etwa 40 Jahren von der bekannten Schauspielerin Gisela Keiner gekauft und sukzessive restauriert worden ist. Diese 400 Jahre alte Mühle war am Wochenende Anlaufpunkt für Friedensbegeisterte und -aktivisten.

Gründerin und Präsidentin des Vereins „Elephants for peace“, Rose Marie Gnausch, war gerade aus Luxemburg zurückgekehrt, wo sie an Frauen, die einen spektakulären Friedensmarsch gemacht hatten, „Peace-Flyers“ überreichen durfte.

Vize-Präsidentin Andrea Horstmann erzählte von einem „Friedens- und Versöhnungsmarsch“ von Frauen, den sie und andere Frauen im April dieses Jahres in Kurdistan zwischen Erbil und Alkosch begleitet hatten. In acht Tagen legten sie in dem schwierigen Gelände 115 Kilometer zurück.

Was versteckt sich hinter „Elephants for peace?“ Es ist ein Verein, so erklärte Rose Marie Gnausch, der zum Mitmachen animieren will. Der Elefant wurde als Symbol gewählt, da er „Friedfertigkeit mit Größe und Stärke vereint“.

Vernetzt sind die Akteure durch die nationale und internationale Kunst. Maler und Bildhauer in aller Welt schaffen Bilder und Skulpturen zur Freude der Menschen, aber auch zur Mahnung, den Frieden ein Stück weit zu verwirklichen. Der Elefant vermittele Hoffnung und zeichne ein Bild, so die Worte auf einem Flyer, das die große Mehrheit der Menschen friedlich leben und sich friedliebend verhalten wolle. „Elephants for peace“ möchte mit friedlichen Mitteln dazu beitragen, dass diese Welt ohne Krisen und Kriege wieder lebbarer wird.

In der Alten Mühle in Müddersheim wurde ein Friedensfest gefeiert, das einer der vielen Meilensteine auf dem Weg in eine friedlichere Welt sein könnte. In einem romantischen Ambiente von Fachwerk und naturbelassenem Garten stellten Künstler ihre Werke aus. Geboten wurden Lesungen, Lieder, Chansons und Songs mit Jörg Fricke, Michaela Lohn und Engelbert Nowak.

Gäste konnten sich in einem Workshop an der Produktion eigener Elefanten versuchen.

Eine weitere Elefanten-Ausstellung ist für dieses Jahr in Jordaniens Hauptstadt Amman geplant.

Wenn jemand Friedens-Elefanten abgeben und verschenken möchte, kann er sich an Gisela Keiner, Alte Mühle, 52391 Vettweiß-Müddersheim wenden.

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