Nideggen: Einwohner üben Kritik an der Parksituation

Nideggen: Einwohner üben Kritik an der Parksituation

Schreiben statt Reden war die Devise beim offenen Bürgerforum, zu dem der Ausschuss für Stadtentwicklung und Tourismus die Anwohner der historischen Altstadt Nideggen geladen hatte. Rund 60 Nideggener waren der Einladung in die Begegnungsstätte gefolgt.

Nachdem das Forum vom Ausschussvorsitzende Hubert Müller eröffnet worden war, durften die Bürger ihre Anregungen und Ideen zur Situation und Zukunft der Innenstadt zu Papier bringen. An vier Stellwänden konnten sie Kritik und Lob zu den Aspekten Wohnen, Tourismus, Gewerbe und Politik in der Innenstadt anbringen. Unterstützung zu einer Anregung signalisierte das Aufkleben eines Punktes auf dem betreffenden Zettel.

„Mit diesem System wollten wir die Diskussion zwischen den verschiedenen Interessen von Wohnen bis Arbeiten ordnen“, erklärte Bürgermeisterin Margit Göckemeyer, „und durch die Punkte können wir auch auf die Wichtigkeit des Themas für die Anwohner schließen.“

An den Wänden fanden sich indes die verschiedensten Anregungen. Auf der positiven Seite wurde besonders die Schönheit der Altstadt erkannt. Vor allem im Bereich Tourismus wurden auch die verschiedenen Märkte und Kulturveranstaltungen gelobt. Kritisiert wurde in allen Bereichen die Parksituation. Diese sei sowohl für Anwohner, als auch für Gewerbetreibende und Touristen ein Hindernis. Darüber hinaus brachten die Wände ein breites Kritikfeld von Jugendangeboten bis Bettensteuer und Traufeiern am 11. November hervor. „Wir werden diese Anregungen nun dokumentieren und in die Fraktionen geben“, erklärte die Bürgermeisterin das weitere Vorgehen, „Wir müssen schauen: Wo sind wir aktiv und was ist neu?“

In einem Folgetermin am 2. Oktober sind die Bürger dann wieder eingeladen, über konkrete Punkte zu diskutieren. Nach der Ideensammlung schloss der Vorsitzende das Forum wieder. Auch wenn Müller beschwor, die Diskussion der gesammelten Punkte sei der Kern des Folgetermins, blieben einige fragende Gesichter zurück. „Ich hatte gehofft, wir könnten hier heute etwas mehr bewegen“, merkte eine Teilnehmerin an.

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