Hergarten: Einsturzgefährdetes Haus: Abriss oder nicht?

Hergarten: Einsturzgefährdetes Haus: Abriss oder nicht?

Ob das Wohnhaus an der Kermeterstraße im Heimbacher Stadtteil Hergarten, in das Samstagmorgen ein Sattelzug krachte, abgerissen werden muss, steht noch nicht fest. Ein Sachverständiger wird nun die Statik des Fachwerkhauses untersuchen und dann zu einer Entscheidung kommen.

Zunächst muss aber die Verkleidung des Hauses an Vorder- und Längsseite abgenommen werden, damit sich der Sachverständige ein Bild machen kann. Die 63-jährige Bewohnerin des 100 Jahre alten Hauses an der B265, die zum Unfallzeitpunkt einkaufen war, ist zu ihrem Sohn in einen Nideggener Stadtteil gezogen.

Nicht zu schnell unterwegs

Inzwischen beschäftigt sich die Bußgeldstelle der Polizei mit dem Unfall, nachdem die Ermittlungen der Beamten abgeschlossen sind und sie ihre Ergebnisse weitergeleitet haben. Die Auswertung des Fahrtenschreibers hat keine Beanstandungen ergeben. So war der 57-jährige Fahrer der Heimbacher Spedition nicht zu schnell unterwegs. Auch wies der Sattelzug, der mit Stroh beladen war, keine technischen Mängel auf.

Der Unglücksfahrer hatte angegeben, Sekunden vorher von einem Bauzaun auf der linken Straßenseite irritiert worden zu sein. Dieser Zaun sperrt den Gehweg vor einem leer stehenden Anwesen, das zum Verkauf steht. Der Kreis Düren hat aber angeordnet, dass das baufällige Haus abgerissen werden muss. Innerhalb der nächsten Wochen soll dies geschehen.

Im Unglücksbereich der Kermeterstraße dürfen zunächst nur noch 30-Stundenkilometer gefahren werden, da das Technische Hilfswerk aus Hürtgenwald zur Sicherung des einsturzgefährdeten Hauses die B265 selbst nutzen musste. Für ihre fachmännische Arbeit wurden die THW-Helfer von allen Seiten mit größtem Lob bedacht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Lastwagen prallt gegen Hauswand in Heimbach

(sis)