Düren: Einen Klassiker überaus reizvoll in Szene gesetzt

Düren: Einen Klassiker überaus reizvoll in Szene gesetzt

In zwei ausverkauften Vorstellungen ging am Dienstag das Schauspiel „Hänsel und Gretel” für Kinder ab fünf Jahren über die Bühne im Komm. Der Märchen-Klassiker der Gebrüder Grimm mit seinem wunderbar-fantastischen Inhalt wurde überaus reizvoll in Szene gesetzt.

Es war ein Theaterstück von Erwachsenen für Kinder. Dabei wurden alle Rollen - Hänsel und Gretel, Vater und Stiefmutter, die Hexe sowie die Erzähler Nella und Nello - von nur zwei professionellen Schauspielern dargestellt: eine fantastische Leistung von Silvia Pahl und Klaus Wilmanns.

Die Darstellung folgte weitgehend der Vorlage. Aus der bösen „Mutter” bei den Gebrüdern Grimm wurde hier jedoch eine böse „Stiefmutter”. Sparsame Requisiten regten die Fantasie der Kinder in besonderer Weise an. Zunächst ging es um die Arbeitslosigkeit in der Holzfäller-Familie von Hänsel und Gretel: „Es war große Not in allen Ecken.” Dann werden die Kinder im Wald ausgesetzt. Sie kommen zum Haus der bösen Hexe.

Doch der tragische Konflikt endet nicht in einer Katastrophe. Die Hexe stirbt, und Hänsel und Gretel kommen mit großem Reichtum zum Vater zurück. „Die Kinder haben es geschafft.” Inzwischen ist auch die böse Stiefmutter gestorben.

Die Darstellung des inneren und äußeren Geschehens überzeugte. Die Kommunikation zwischen Schauspielern und Kindern gelang überzeugend. Regie führte Günther Baldauf. Und so gab es am Ende einen großen und verdienten Beifall.

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