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Eine Rundum-Erneuerung des Nideggener Zentrums

Stadt bewirbt sich um hohe Fördersummen : Eine Rundum-Erneuerung des Nideggener Zentrums

Bürgermeister Marco Schmunkamp spricht von einem „Projekt von nationaler und internationaler Bedeutung“, einer „vielleicht einmaligen Möglichkeit für die Stadt Nideggen“. Die Kommune möchte sich mit sieben umfangreichen Maßnahmen, die absoluten Leuchtturmcharakter haben, an einem neuen Förderprojekt der Bundesregierung beteiligen.

Das Besondere: Auch erste Machbarkeitsstudien, um zu prüfen, ob die Projekte überhaupt realisierbar sind, werden von den Förderprogrammen zumindest teilweise finanziert. „Die sieben Maßnahmen, die wir planen, führen zu einer deutlichen Aufwertung der gesamten Nideggener Innenstadt“, erklärt Schmunkamp. Das ist deswegen so besonders, weil der Stadtkern von Nideggen einer von 56 historischen Stadt- und Ortskernen in ganz Nordrhein-Westfalen ist.

Geplant ist, dass die Nideggener Innenstadt barrierefrei wird. Schmunkamp: „Das Kopfsteinpflaster ist denkmalgeschützt, das dürfen wir nicht austauschen, aber es gibt eine sehr aufwendige Methode, es abzuschleifen, damit es barrierefrei wird.“ Darüber hinaus soll die komplette Stadtmauer saniert werden. „Im vergangenen Jahr“, sagt der Bürgermeister, „ist die Stadtmauer im Rahmen eines Projektes mit dem Landschaftsverband Rheinland vermessen worden. Uns liegen also die notwendigen Daten für eine Sanierung bereits vor.“ Darüber hinaus soll zwischen dem Dürener und dem Zülpicher Tor ein Mehrgenerationenpark entstehen, der Nideggener Skulpturenpark soll barrierefrei werden. Rund um die Burg ist ein bauhistorischer Lehrpfad geplant, und zu guter Letzt sollen der Parkplatz am Zülpicher Tor und die Jugendherberge direkt miteinander verbunden werden.

„Wir sprechen insgesamt“, betont Schmunkamp, „von einem Investitionsvolumen in einem deutlich zweistelligen Millionenbereich. Die Förderung beträgt 90 Prozent. Das ist wirklich eine einmalige Gelegenheit.“ Bis zum 20. Januar werden Schmunkamp und seine Verwaltungskollegen entsprechende Förderanträge vorbereiten und einreichen. „Ein Teil der geplanten Projekte ist schon sehr konkret, ein Teil noch nicht. Umso wichtiger ist es, dass die Förderung auch die Machbarkeitsprüfungen beinhaltet.“ Ende Januar soll auch die Bevölkerung in einer Bürgerversammlung informiert werden.

(kin)