Düren: Eine Million teurer: Einzug ins Rathaus verzögert sich bis Juni

Düren: Eine Million teurer: Einzug ins Rathaus verzögert sich bis Juni

Am 1. April sollten die ersten Mitarbeiter ihre neuen Büros im komplett sanierten Rathaus wieder beziehen. Doch dieser Zeitplan ist nicht mehr zu halten. Helmut Harperscheidt, Gebäudemanager der Stadt und Projektleiter des „Jahrhundertprojekts“, hat im Verkehrs- und Bauausschuss erklärt, dass sich der Einzugstermin um rund zwei Monate verzögern werde.

Frühestens im Juni könne der Umzug beginnen. Harperscheidt begründete die Verzögerung, die auch zu zusätzlichen Mietkosten in den Ausweichbüros führt, mit massiven Problemen mit einem Bauunternehmer. Ohne in öffentlicher Sitzung auf Details eingehen zu wollen, ließ Harperscheidt durchblicken, dass es sich um zentrale Bereiche der Gebäudetechnik handele, ohne die das Rathaus nicht wieder in Betrieb genommen werden könne.

Der Projektleiter machte auch deutlich, dass die schon einmal von 14,75 auf 17,8 Millionen Euro angehobenen Sanierungskosten nicht ausreichen werden. Dem Vernehmen nach verteuert sich das Projekt schätzungsweise um eine weitere Million Euro. Wie hoch genau die Mehrkosten sein werden, könne erst nach der Abrechnung aller Aufträge beziffert werden, war zu hören.

Unter anderem musste auch noch an den bereits 2004 sanierten Toiletten im Turm Hand angelegt werden. Aus Gründen des Brandschutzes mussten die Decken und Lüftungsklappen erneuert werden: Die Zusatzkosten für die 18 WCs belaufen sich auf rund 150.000 Euro.

Mittlerweile wurden die neuen Aufzüge eingebaut, die Heizung und das neue Blockheizkraftwerk sind in Betrieb. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren. Die Fassadensanierung steht kurz vor dem Abschluss, so dass die letzten Gerüste binnen drei bis vier Wochen abgebaut werden können, betonte Harperscheidt. Gleiches gilt für den Lastenaufzug auf dem Rathausvorplatz.

(ja)