Düren: Eine Info-Tafel für den „Flammenengel”

Düren: Eine Info-Tafel für den „Flammenengel”

Das als „Flammenengel” bezeichnete Mahnmal vor dem Dürener Rathaus, das 1962 zum Gedenken an die Opfer des Luftangriffs auf die Stadt Düren am 16. November 1944 aufgestellt wurde, steht seit Jahren in der Kritik.

Der Schöpfer der Bronzeplastik, Adolf Wamper, gehörte zu den von den Nationalsozialisten geförderten Künstlern. Der „Flammenengel” ging als Preisträger aus einem Ideenwettbewerb hervor und wurde am 16. November 1962 eingeweiht. Nach einer kontroversen Diskussion im Kulturausschuss hat der Rat nun mehrheitlich beschlossen, eine Tafel mit einer Erläuterung anzubringen.

So wird in Kürze unter anderem zu lesen sein: „Adolf Wamper (1901-1977) war einer der geförderten Bildhauer der NS-Zeit und wurde 1944 in die Liste der gottbegnadeten Künstler des Dritten Reiches aufgenommen. Dies wurde bei der Entscheidung für das Mahnmal nicht hinterfragt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Wamper an die Folkwangschule in Essen berufen und leitete dort die Bildhauerklasse. Heute setzen wir uns kritisch mit der Symbolik des Mahnmals auseinander. Die fast totale Zerstörung unserer Stadt war auch Konsequenz der verbrecherischen Politik im nationalsozialistischen Deutschland.”

Weiter wurde beschlossen, die zentrale Gedenkfeier der Stadt weiter vor dem „Flammenengel” zu veranstalten. Anlässlich des 50. Jahrestages der Einweihung wird es am 16. November abends eine offene Diskussionsveranstaltung zur „Thematik und Problematik” des „Flammenengels” geben. Der Beginn der Diskussionsrunde steht noch nicht fest.