Nörvenich: Eine Bürgerin lehnt Schließung eines Bahnübergangs ab

Nörvenich: Eine Bürgerin lehnt Schließung eines Bahnübergangs ab

Die Gemeinde Nörvenich unterstützt die Reaktivierung der Bördebahn im Bereich der Strecke Düren-Euskirchen. Diesen Beschluss hat der Gemeinderat bereits Mitte vergangenen Jahres beschlossen. Doch die Reaktivierung der Bahnstrecke bringt der Neffeltalgemeinde auch ein Problem.

Im Gemeindebereich müssen drei Bahnübergänge technisch gesichert werden. Als Straßenbaulastträger muss die Gemeinde einen Teil der notwendigen Kosten tragen.

Im Haupt-, Finanz- und Umweltausschuss des Gemeinderates wurde die Thematik kürzlich erörtert. Nach derzeitigem Sachstand ist davon auszugehen, dass die Sicherung eines Bahnüberganges etwa 55.000 Euro kosten würde. Im Umkehrschluss würde jeder Übergang, der nicht mehr genutzt wird, diese 55.000 Euro einsparen. Ergo überlegt man im Nörvenicher Rathaus, ob und gegebenenfalls welchen Bahnübergang man einsparen könnte.

Nach einer Ortsbesichtigung reifte die Absicht, den Bahnübergang Nr. 6 in der Verlängerung des Mühlenweges entfallen zu lassen. Eine Bürgerin ist damit nicht einverstanden.

Die Ausschussmitglieder konnten sich noch nicht entscheiden. Die Verwaltung hatte zwei Alternativen vorgeschlagen: Den Übergang Nr. 6 entfallen zu lassen oder alle drei auf dem Gemeindegebiet bestehenden Übergänge zu sichern.

Da sich mit dem Thema auch die Landeseisenbahnverwaltung (LEV) derzeit beschäftigt, will man auf Vorschlag von Stefan Küpper, dem Vorsitzender der CDU-Fraktion, zunächst deren Stellungnahme abwarten.

(fjs)
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