Düren: Einbrecher kassiert ein weiteres Jahr Haft als Nachschlag

Düren: Einbrecher kassiert ein weiteres Jahr Haft als Nachschlag

Dass er eine beachtliche Zeit seines Lebens hinter Gefängnismauern verbracht hat, kann einen 51 Jahre alten Mann aus Düren offenbar nicht davon abhalten, nach der Haftentlassung immer wieder rückfällig zu werden.

Auch zu seinem jüngsten Gerichtstermin vor dem Dürener Schöffengericht wurde er aus der Justizvollzugsanstalt Rheinbach vorgeführt, in der er gerade eine zweijährige Haftstrafe wegen mehrerer Eigentumsdelikte verbüßt.

Die Staatsanwaltschaft legte dem Mann acht vollendete oder versuchte Einbrüche zwischen Juni und September 2008 zur Last, allesamt begangen in der Dürener Innenstadt.

Tatorte waren vornehmlich Gaststätten und Ladenlokale. Der Angeklagte hatte es meist auf Bargeld und Zigaretten abgesehen, nahm aber in zwei Fällen jeweils eine Wanduhr mit.

Bereits aus der Haft hatte der Angeklagte Richter Hans-Georg Wingen einen Brief geschrieben und fünf der Taten weitgehend eingeräumt.

Drei Einbrüche, die ihm vorgeworfen wurden, bestreitet er kategorisch, in einem weiteren Fall bestreitet er vehement die Höhe der angegebenen Beute.

Angesichts der Geständnisse konnte das Gericht auf die Vernehmung von Zeugen verzichten. Staatsanwalt Dörschug erinnerte aber daran, dass der Angeklagte mit 25 Vorverurteilungen - den erste Jugendarrest trat er 1972 als 15-Jähriger an - einschlägig vorbestraft ist.

Er beantragte unter Einbeziehung der letzten Verurteilung von November 2008 eine Gesamtstrafe von drei Jahren. Die Verteidigung schloss sich diesem Strafantrag an.

Das Gericht folgte und packte auf die zweijährige Haftstrafe vom November nun ein weiteres Jahr drauf. Richter Wingen nahm den Angeklagten erneut ins Gebet: „Es ist Ihr Leben, wir reagieren nur darauf, wenn Sie etwas angestellt haben.”

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