Düren: Ein Zeuge von der Ruhr soll helfen

Düren: Ein Zeuge von der Ruhr soll helfen

Die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich schwieriger als zunächst erwartet. Immerhin geht es um den Vorwurf des Raubes oder gar des schweren Raubes.

Wie berichtet, wollte am 26.September vergangenen Jahres ein 22-Jähriger aus Düren für eine Geburtstagsfeier „etwas zum Kiffen” besorgen. Treffpunkt sollte der Parkplatz eines Discountmartes an der Kölner Landstraße sein.

Der vermeintliche Cannabis-Daeler jedenfalls nahm, wie das Opfer bereits Anfang des Monats vor dem Dürener Schöffengericht aussagte, die 50 Euro ab, zog einen Teleskop-Schlagstock und erklärte nur : „Sorry, Du bist abgezogen worden!”

Der 24 Jahre alte Angeklagte bestreitet die Tat. Er habe zwar, so räumte er bereits beim ersten Verhandlungstermin ein, den telefonischen Anruf des Opfers angenommen, wollte aber einen Bekannten mit der Lieferung beauftragen.

Das Gericht unter Vorsitz von Richter Hans-Georg Wingen kam schnell zu der Erkenntnis, dass allenfalls mit weiteren Zeugen Licht in die Angelegenheit gebracht werden kann.

Doch die Erwartungen wurden zumindest am zweiten Verhandlungstag eher enttäuscht. Ein 25-Jähriger erinnerte sich zwar an fünf so genannte Packs, die ein Bekannter dem Angeklagten in dessen Wohnung gegeben habe, hat aber nicht mitbekommen, was mit diesen Rauschgift-Portionen geschehen ist. Von einer Übergabe habe er nichts mitbekommen.

Ein Zeuge (23) konnte sich „nach so langer Zeit” nicht mehr an alles erinnern und sprach von einige Gedächtnislücken. Auch er habe von der „Übergabe des Grases” nichts mitbekommen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft lässt indes nicht locker. Er beantragte, zwei weitere Zeugen zu laden, von denen bei einem nur der Vorname und als Wohnadresse bislang nur das Ruhrgebiet bekannt ist. Am 12. August soll weiter verhandelt werden.

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