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Sitzbank für jede Kommune: Ein Zeichen gegen Rassismus im Kreis Düren

Sitzbank für jede Kommune : Ein Zeichen gegen Rassismus im Kreis Düren

Ein Symbol gegen Ausgrenzung: Die Verwaltungsspitzen aller 15 Kommunen des Kreises Düren und der Landrat nahmen auf Bänken Platz, die „keinen Platz für Ausgrenzung“ bieten.

15 Bänke und eine klare Position: „Kein Platz für Ausgrenzung" steht unmissverständlich auf den Holzlehnen – und das ist durchaus doppeldeutig gemeint. Vor dem Schriftzug hat die Sitzfläche jeder Bank eine Aussparung, ganz bewusst: kein Platz für Ausgrenzung eben.

Die Bürgermeisterin und die Bürgermeister aus dem Kreis Düren nahmen jetzt schon mal vor dem Kreishaus Platz, als sie je eine Bank für ihre Kommune in Empfang nahmen. Jede Stadt, jede Gemeinde aus dem Kreisgebiet erhält vom Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt, über „NRWeltoffen“, ein Landesprogramm, das Kommunen in der Auseinandersetzung mit Rassismus und Rechtsextremismus unterstützt, und vom Kreis Düren eine Bank, um sie bei sich im Gebiet aufzustellen und ein klares Statement gegen jede Form von Rassismus zu setzen.

„Kein Platz für Ausgrenzung“ ist eine Aktion der „Lebenshilfe Heinsberg“. Die Bänke werden in der Schreinerei „DeinWerk“, einer Werkstatt für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, hergestellt. Sie sollen zum Nachdenken anregen und für eine offene und vielfältige Gesellschaft stehen.

„Wir wollen damit ein gut sichtbares Zeichen setzen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Allen rassistischen und rechtsextremen Tendenzen müsse sehr entschieden und konsequent entgegen gewirkt werden, betonte der Landrat. Ein Beispiel dafür seien die 15 Bänke mit dem eindeutigen Statement: kein Platz für Ausgrenzung.