Niederzier: Ein Stück Heimat an Aufzugtüren der Pflegestation Sophienhof

Niederzier: Ein Stück Heimat an Aufzugtüren der Pflegestation Sophienhof

Sozusagen über Nacht wurden zwei unscheinbare Aufzugtüren zu großen Bildern mit schönen Heimatmotiven. Zwei Porzellan-Maler aus Berlin schufen auf der Pflegestation der Wohnanlage Sophienhof in Niederzier zwei ungewöhnliche Blickpunkte.

Mit feinen Pinselstrichen entstanden originalgetreue Abbildungen des Burggebäudes der Gemeindeverwaltung Niederzier sowie eine realistische Ansicht des benachbarten Freizeitparks. Dabei dürfte der hinzugefügte Pfau auf dem Weg vor dem historischen Gebäude als „kleine Zugabe der Künstler“ zu verstehen sein.

„Die beiden Gemälde sollen für Patienten, die durch Krankheit nicht mehr so ohne weiteres die Außenwelt ihrer Heimat wahrnehmen können, Erinnerungen an liebgewonnene Motive erhalten“, betont Geschäftsführerin Gerda Graf das Engagement des Hauses.

Durch die künstlerisch gestalteten Türen wird zugleich eine Philosophie der Wohnanlage unterstrichen, der zufolge das Haus in Niederzier und darüber hinaus gute Nachbarschaften pflegt. Dieses Bemühen gilt konsequenterweise auch dann weiter, wenn Bewohner durch Krankheit in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Nur nachts gemalt

Um den laufenden Betrieb nicht zu stören, wurde eine Woche lang ausschließlich nachts gemalt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie auch Bürgermeister Hermann Heuser begeistert feststellte. Dass er mit dieser Ansicht nicht alleine dasteht, wird durch die Meinung anderer Bewohner und Besucher bestätigt. Inzwischen häufen sich nämlich Anfragen und Bitten von Patienten und Mitarbeiterinnen anderer Stationen, wo man ebenfalls gerne „so schöne Aufzugtüren“ hätte.

Mehr von Aachener Zeitung