Das Jahr 2018 in Düren, Teil 4: Ein Rückblick auf Schlagzeilen und Ereignisse

Das Jahr 2018 in Düren, Teil 4 : Ein Rückblick auf Schlagzeilen und Ereignisse

Im vierten Teil unseres Jahresrückblickes geht es um das Geschehen im Hambacher Forst, eine angebliche Bombe und Pornofilme.

Oktober

  • Der Technische Beigeordnete der Stadt Düren, Paul Zündorf, geht in den Ruhestand.
  • Die Morschenicher haben die Schnauze voll von den Demos und der Polizeipräsenz. Der Alt-Ort stirbt zwar, aber noch leben dort einige Menschen, die sich sehr eingeschränkt fühlen.
  • Der Hambacher Forst ist gerade unter großem Aufwand geräumt worden, da stoppen Richter des Oberverwaltungsgerichts Münster die Rodung. RWE rechnet mit erheblichen betrieblichen Konsequenzen, die Braunkohlegener feiern den Erfolg. Es gibt viel Kritik daran, dass die Landesregierung die Räumung vor dem Gerichtsentscheid durchgesetzt hat.
  • Schätzungsweise 30.000 Menschen protestieren friedlich für den Erhalt des Hambacher Forstes. Sie wollen, dass im Tagebau keine Braunkohle mehr gefördert wird. Der Protest verläuft weitestgehend friedlich. Immer mehr Menschen erheben ihre Stimmen aber auch für die RWE-Mitarbeiter und gegen linksextreme Gewalt. Die RWE-Mitarbeiter gehen nun auch selbst auf die Straße.
  • Im Vorfeld des Protestcamps des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ gibt es zwischen den Veranstaltern und der Polizei gerichtliche Auseinandersetzungen um den Veranstaltungsort. Schlussendlich stellt ein Dürener Bauernhof seine Wiesen zur Verfügung. 4000 Menschen kommen und legen die Infrastruktur des Tagebaus Hambach zeitweise still. Zuvor haben sie im Camp den sogenannten „zivilen Ungehorsam“, zum Beispiel das Errichten von menschlichen Barrikaden und das Festketten geübt.
  • Im Stadtcenter klaut eine Bande einer Frau das Portemonnaie. Niemand der Umstehenden hilft.
  • Gute Nachrichten für Kreuzau-Üdingen: Nach Sorgen um die Schließung des Sportplatzes jubeln die Bürger. Der Platz soll bleiben.

November

  • Ein Mitarbeiter der Hürtgenwalder Gemeindeverwaltung dreht in seiner Freizeit Pornofilme. Die Nachricht schlägt Wellen und macht bundesweit in Boulevardmedien Schlagzeilen. Die Verwaltung und der Mann heben den Arbeitsvertrag in beiderseitigem Einverständnis auf.
  • Ein Teil der Euskirchener Straße ist nun für Lkw gesperrt.
  • VIV-Konjunkturumfrage: Die Stimmung in der Wirtschaft trübt sich ein, noch ist die Lage bei den Unternehmen im Raum Düren aber gut. Der Brexit, die Handelspolitik der USA und der italienische Staatshaushalt machen die Zukunft aber unsicherer.
  • Ein leichtes Erdbeben schreckt nachts Teile der Nordeifel auf. Schäden gibt es aber keine.
  • Im Prozess um den Kokainhandel im Dürener Norden geht das Gericht nicht von einer Bandenstruktur aus, lediglich der Hauptverdächtige wird zu einer Haftstrafe verurteilt.
  • Eine schwerbehinderte Dürenerin verklagt den Kreis Düren auf mehr Assistenzstunden. Es kommt zur Demo auf Dürens Straßen. Der Landrat nimmt sich des Falles an und genehmigt mehr Stunden, auch in zwei anderen Fällen.
  • Gewalt gegen Frauen ist keine Seltenheit: Im Kreis Düren hat sich die Opferzahl laut des Vereins „Frauen helfen Frauen“ im Jahr 2018 verdoppelt.
  • Der Dürener Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan (SPD) kandidiert nicht mehr für den Kreisvorsitz. Nachfolger wird Max Dichant.
  • Ein tickendes Päckchen löst in der Automeile einen Großeinsatz aus. Die vermeintliche Bombe entpuppt sich aber als elektronisches Bauteil.
  •  Bei der ersten Kontrolle der Einhaltung des Lkw-Verbotes auf der Euskirchener Straße ahndet die Polizei 72 Verstöße in drei Stunden. Die Stadt erwägt den Kauf einer Blitzersäule.
  • Die Kreisverwaltung investiert 60.000 Euro in vier weitere Radarsäulen: Sie stehen an der B56 in Selhausen und Freialdenhoven, in Eschweiler über Feld und Körrenzig.
  •  Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff kommt zum Dürener Stadtgespräch und plaudert über seine Beziehungen zur Stadt an der Rur.

Dezember

  • Oberstleutnant Danilo Schlag (47) wird der „Boelcke“-Nachfolger von Oberst und Kommodore Stefan Kleinheyer (51), der das Nörvenicher Geschwader nach vier Jahren in Richtung Texas verlässt.
  • Die sechs „Höhner“ machen die Arena Kreis Düren im Rahmen ihrer Weihnachtstour zu ihrem Wohnzimmer und feiern mit ihren Fans.
  • Insgesamt wurden rund 45 Millionen in das Dorint-Hotel an der Bismarckstraße investiert. Die 120 Zimmer sind nun bewohnbar.
  • Vor dem Aachener Landgericht wird verhandelt, ob ein Mountainbiker nach einem Unfall auf einem Wanderweg in Nideggen mehr als 30.000 Euro Schmerzensgeld bekommt. Eine Entscheidung soll Mitte Januar fallen.
  • Die Task Force „Problemimmobilien Düren“ mit Mitarbeitern verschiedener Ämter hat im Dürener Norden zwei Häuser und 38 Personen überprüft.
  • Stadt und Kreis wollen mit dem Masterplan 2030 das Krankenhaus für 90 Millionen Euro modernisieren. Weitere 30 Millionen Euro gehen in den Bau von barrierefreiem Wohnraum.
  • „Düren ohne Neapco und RWE Power bedeutet den Tod der Region“, heißt es bei einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung bei Neapco, zu der rund 500 Mitarbeiter kommen, die sich von der Politik im Stich gelassen fühlen.
  • Unternehmer Heinrich August Schoeller (95) erhält den Ehrenring der Stadt Düren.
  • Aufgrund einer nachgewiesenen Hepatitis-A-Infektion bei einem Kind und einem weiteren Verdachtsfall hat die Kita Lollypop in Norddüren vorzeitig geschlossen. Nach den Weihnachtsferien öffnet sie wieder – zumindest für geimpfte Kinder. Alle anderen dürfen erst ab dem 14. Januar wiederkommen.
  • Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) wünscht sich Aufbruchstimmung im öffentlichen Nahverkehr: Zukünftig sollen auf Straße und Schiene rein elektro- und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge unterwegs sein. 2030 soll der gesamte ÖPNV emissionsfrei sein.
  • Hürtgenwald wird von der Gemeindeprüfanstalt für seine Haushaltsarbeit in Zeiten klammer Kassen ausgezeichnet.
  • Der Kreis Düren soll wachsen. Das erklärte Ziel vom Landrat und allen Bürgermeistern: mindestens 30.000 Neubürger bis 2025. Die Einwohnerzahl soll somit auf 300.000 steigen.
  • Die Beschicker von Weihnachtsmarkt und -kirmes ziehen eine positive Bilanz, blicken aber mit Sorge auf den Advent 2019, wenn der Markt aufgrund der Sanierung des Kaiserplatzes vor das Leopold-Hoesch-Museum verlegt wird, wo mit deutlich weniger Laufkundschaft zu rechnen ist.

Die anderen Teile des Jahresrückblicks gibt es hier:

1. Teil: Januar - März

2. Teil: April - Juni

3. Teil: Juli - September

Heinrich August Schoeller erhielt den Ehrenring der Stadt Düren. Foto: Burkhard Giesen

4. Teil: Oktober - Dezember

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