Langerwehe: Ein neuer Kunstrasenplatz für Langerwehe?

Langerwehe: Ein neuer Kunstrasenplatz für Langerwehe?

Der TuS 08 Langerwehe wünscht sich an der Sportanlage am Rymelsberg einen Kunstrasenplatz. Die Anlage kostet zwischen 350.000 und 400.000 Euro, die Verantwortlichen des TuS hoffen, dass die Gemeinde Langerwehe mindestens die Hälfte der Kosten übernimmt und noch in diesem Jahr mit den konkreten Planungsarbeiten begonnen werden kann.

„Wir haben an der Sportanlage am Rymelsberg einen großen Aschenplatz und zwei kleinere Rasenplätze. Alle drei befinden sich in einem sehr schlechten Zustand“, sagt TuS-Vorsitzender Markus Kuckertz. „Der Aschenplatz ist in zwei, drei Jahren nicht mehr nutzbar. Eine Sanierung würde 150.000 Euro kosten. Das steht in keinem Verhältnis.“

Die Vorteile eines Kunstrasenplatzes liegen für Kuckertz auf der Hand: Die Unterhaltungskosten eines Rasenplatzes liegen bei 22.000 Euro im Jahr, die für einen Aschenplatz bei 14.500 Euro. „Der Kunstrasenplatz kostet in der Unterhaltung nur 6000 Euro, und er ist das ganze Jahr über nutzbar. Das ist bei den beiden anderen Platzarten nicht der Fall.“

Der TuS 08 Langerwehe hat derzeit rund 400 Mitglieder, etwa 100 Aktive spielen in vier Seniorenteams. Die „Erste“ kickt in der Bezirksliga. Kuckertz: „Darüber hinaus spielen in unserem Verein 168 Kinder und Jugendliche in elf Mannschaften. Davon profitiert auch die Gemeinde.“

Fester Zeltplatz

Neben dem Kunstrasenplatz wollen Markus Kuckertz und seine Mitstreiter für die große Gruppe der Langerweher Pfadfinder einen festen Zeltplatz einrichten, darüber hinaus soll ein kleiner Wanderweg eingerichtet werden, der beispielsweise von den Mitgliedern des Eifelvereins genutzt werden kann. „Ich kann mir vorstellen, dass es im Franz-Schain-Sportheim tagsüber ein kleines gastronomisches Angebot gibt. So ein Sport- und Freizeitpark hätte für die Gemeinde einen echten Mehrwert“, sagt Kuckertz.

Einziges Problem: Die Gemeinde hat kein Geld. Die CDU-Fraktion, zu der übrigens auch Markus Kuckertz gehört, hat kürzlich laut über Einsparpotenziale nachgedacht und dabei unter anderem auch das Töpfereimuseum und die Europaschule ins Gespräch gebracht. „Das ist richtig“, sagt Fraktionsvorsitzende Astrid Natus-Can, „richtig ist aber auch, dass wir immer gesagt haben, dass wir grundsätzlich nicht an den Vereinen sparen wollen.“ Genau hier, ergänzt die CDU-Chefin, würde mit viel ehrenamtlichem Einsatz Dinge geleistet, die die Gemeinde sonst nur schwer vorhalten könnte. „Daran wollen wir nicht rütteln.“

Ähnlich sieht das auch Bürgermeister Heinrich Göbbels, ebenfalls CDU. „Dem TuS 08 Langerwehe muss auf jeden Fall geholfen werden, auch, um die Zukunft des Vereins langfristig zu sichern.“ Natürlich, so Göbbels, müsse der Verein auch eine Eigenleistung erbringen. „Darüber hinaus müssen wir uns zusammensetzen, um zu prüfen, inwieweit die Gemeinde den Verein finanziell unterstützen kann.“

SPD-Fraktionschef Peter Münstermann hält eine „Finanzspritze“ der Gemeinde in Höhe von 150.000 bis 200.000 Euro für schwierig. „Anders würde die Situation aussehen, wenn wir Fördergelder für das Projekt bekommen würden. Ohne solche Mittel halte ich ein so teures Projekt in Zeiten so knapper Kassen aber nur sehr schwer vertretbar.“

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