Düren: Ein Kracher zum Abschluss für die Powervolleys

Düren: Ein Kracher zum Abschluss für die Powervolleys

Der Kader der Dürener Powervolleys für die neue Saison ist komplett. Als zwölften und letzten Spieler verpflichteten die Dürener Marvin Prolingheuer für die Diagonal-Position. Wie der Club am Mittwoch bekanntgab, erhält der 24-Jährige einen Vertrag über zwei Jahre.

Mit Sebastian Gevert und Prolingheuer stehen Trainer Michael Mücke zwei der besten Punktesammler der vergangenen Saison für die so wichtige Position des Hauptangreifers zur Verfügung. „Wir haben da jetzt sehr viele Möglichkeiten“, sagt Mücke.

Der Neu-Dürener gehört zu den Senkrechtstartern im deutschen Volleyball. Im Frühjahr wählten Trainer und Fach-Journalisten den 24-Jährigen zum Aufsteiger des Jahres in der Bundesliga. Wenige Wochen später feierte Prolingheuer bei der Weltliga sein Debüt in der Nationalmannschaft. „Wir konnten uns die Chance einfach nicht entgehen lassen, Marvin zu verpflichten“, sagt Dürens sportlicher Leiter Goswin Caro. „Er hat in den vergangenen Jahren in der Bundesliga eine hochklassige Konstanz erreicht.“

Den Dürenern sind die Stärken des 2,10-Meter-Riesen noch in bester Erinnerung. In den vergangenen zwei Jahren spielte der Angreifer beim TV Ingersoll Bühl. Sechs Duelle lieferten sich die Teams in dieser Zeit. Alle gingen sie an Bühl; nicht zuletzt aufgrund der großen Wucht, die Prolingheuer in Angriff und Aufschlag entwickelt. Zuletzt in der Weltliga war der 24-Jährige mehrfach der erfolgreichste Angreifer der deutschen Auswahl. „Das wird man nicht einfach so“, sagt Caro.

Die spektakuläre Verpflichtung wurde auch möglich, weil Marvin Prolingheuer den „Dürener Weg“ geht und wie so viele Spieler vor ihm das Thema Ausbildung und Beruf mit Spitzensport verbindet. Er beginnt eine Ausbildung zum Kaufmann für Systemadministration. „Ich mache mir Gedanken darüber, was nach dem Sport ist“, sagt der Neuzugang. „Das Angebot aus Düren hat voll in meine Pläne gepasst.“ Es war eine Grundsatzentscheidung für die Ausbildung, sich für zwei Jahre an die Powervolleys zu binden. Denn Prolingheuer hatte gute Angebote aus dem Ausland.

Jetzt liegt sein Augenmerk darauf, Ausbildung und Volleyball unter einen Hut zu bekommen. „Das hatte ich in der Schule auch schon. Das kriege ich hin“, sagt der Angreifer, der mit Düren ehrgeizige Ziele verfolgt. „Wir haben eine starke Mannschaft und können bestimmt den einen oder anderen Favoriten ins Wanken bringen.“ Darauf, dass die Konkurrenz für seine Position mit Sebastian Gevert in Düren stark ist, freut sich Prolingheuer. „Hätte ich damit ein Problem, dann hätte ich mich anders entschieden“, sagt der 24-Jährige.

Der letzte Dürener Neuzugang stammt aus Senden im Kreis Coesfeld und begann seine Karriere beim SC Union Lüdinghausen. Von dort wechselte er zum Nachwuchsprojekt Internat Frankfurt. Von 2009 bis 2012 spielte er in der Bundesliga für den Moerser SC, die vergangenen beiden Jahre dann TV Ingersoll Bühl. Eine der größten Erfolge in seiner Karriere ist der Gewinn der Silbermedaille mit der deutschen Junioren-Auswahl bei der EM 2008.

Der Kader der Dürener Powervolleys ist damit komplett. Den Verantwortlichen ist es gelungen, ein Team aufzubauen, das aus vielen bekannten Gesichtern besteht. Sieben Spieler aus der vergangenen Saison sind dabei. Mit Tomas Kocian und Blair Bann kehren zwei Spieler nach einem Jahr Unterbrechung zurück. Die drei gänzlichen Neuen Prolingheuer, Jan-Philipp Marks und Oskar Klingner sind allesamt Verstärkungen. „Wir sind uns sicher, dass wir ein Team aufgebaut haben, das den Fans in der kommenden Saison viel Spaß macht“, sagt Goswin Caro.

(red)