Düren: Ein Kompass für die Dürener Tourismus-Förderung

Düren : Ein Kompass für die Dürener Tourismus-Förderung

Mehr als 46.500 Gäste haben im vergangenen Jahr rund 81.500 Nächte in Düren verbracht. Damit lag die Auslastungsquote der 15 Hotels bei knapp 42 Prozent. Dass mit der Eröffnung des Vier-Sterne-Dorint-Hotels im Bismarck-Quartier im Herbst die Zahl der Übernachtungsgäste deutlich steigen wird, steht außer Frage.

Winfried Kranz-Pitre, Geschäftsführer der Dürener Wirtschaftsförderungsgesellschaft WIN.DN, sieht kurzfristig ein Potenzial von 140.000 bis 150.000 Übernachtungen in Düren. Damit das aber auch ausgeschöpft wird und mehr touristische Wertschöpfung in der Stadt bleibt — ein Geschäftsreisender gibt täglich rund 150 Euro aus, erklärt Kranz-Pitre — , hat die WIN.DN mit Unterstützung der „ift Freizeit- und Tourismusberatung“ ein 50-seitiges Entwicklungskonzept erarbeitet, einen „Kompass für die Tourismusförderung in den kommenden Jahren“, betont WIN.DN-Hauptgeschäftsführer Thomas Hissel.

Im Fokus stehen dabei zunächst die Geschäftstouristen, die derzeit für 70 Prozent aller Übernachtungen in der Stadt sorgen. Die WIN.DN will zum Beispiel dabei helfen, Messebesuchern in Köln attraktive Freizeitangebote auch in Düren zu unterbreiten, damit sie vielleicht eine Nacht in Düren dranhängen.

Aber auch andere Zielgruppen, beispielsweise der Besucher von Großveranstaltungen und der Radtourist, sollen mit spezifischen Tipps angesprochen werden. Dabei seien Pauschalangebote wie „Der perfekte Tag in Düren“ oder „Dürens Kultur erleben“ ebenso denkbar wie die gezielte überregionale Werbung für ein besonderes Event. Das könnte ein bestehendes, aber auch ein ganz Neues sein, betont Hissel. Mit der Eröffnung des Papiermuseums und der Ausschilderung der Seen-Runde für Radfahrer ab Sommer werde das touristische Angebot der Stadt bereits sinnvoll ergänzt. „Trotzdem streben wir an, mit den im Tourismus tätigen Betrieben weitere Angebote zu entwickeln.“

Als zentrale Anlaufstelle soll der I-Punkt weiter ausgebaut werden. Ein Leitsystem soll Gäste der Stadt vom Bahnhof und von der Parkhäusern direkt zum Kaiserplatz führen. Dies ist bereits beschlossene Sache. Auch ein digitales Info-Portal am Bahnhof sei denkbar. Und vom Rur-Ufer-Radweg aus sollen Radler, die Düren bislang lediglich passieren, in die Innenstadt gelockt und zu einem Aufenthalt animiert werden.

Die Ansprache der Gäste auf Englisch und Niederländisch sei dabei unerlässlich. Zudem soll die Werbung auf den einschlägigen Internetportalen ausgebaut werden.

(ja)
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