1. Lokales
  2. Düren

Merken: Ein klares Nein zum geplanten Restsee

Merken : Ein klares Nein zum geplanten Restsee

Die Pläne, den Tagebau Inden II nicht zu verfüllen und einen See in der Größe vom Tegernsee zu schaffen, stoßen zunehmend auf Widerstand.

Im Dürener Stadtteil Merken hat sich jetzt die wieder ins Leben gerufene Interessenge-meinschaft „Für ein lebenswertes Merken” zum Sprecher der See-Gegner gemacht. Sie setzt den Plänen aus der Gemeinde Inden für den großen See ein klares Nein entgegen.

In der Merkener Mehrzweckhalle ließen sich rund 350 Bürger informieren. Vertreter der Aachener Kathy-Beys-Stiftung und des Bundes für Umwelt- und Naturschutz wiesen auf ungeklärte Probleme hin und warfen die Frage auf, ob eine Verfüllung kombiniert mit eventuell einem oder zwei kleineren Gewässern die bessere Lösung sei.

Bedenken meldete auch der Dürener Bürgermeister Paul Larue an. Der Stadtteil Merken werde in seiner Entwicklung Schaden nehmen. Der Diskussion war zu entnehmen, dass die Merkener weiter am bestehenden Braunkohleplan und damit an einer Verfüllung des Tagebauses festhalten möchten.

Drastisch war ein Diskussionsbeitrag mit der Frage nach dem Nutzen bei Verzicht auf eine Verfüllung: „Da gewinnt nur RWE Power; sie sparen Millionen”.

Die Merkener Interessengemeinschaft hatte zu dieser Veranstaltung alle Fraktionsvorsitzenden der im Rat der Stadt Düren vertretenen Parteien eingeladen. Erschienen war, so Sprecher Josef Bellartz, allerdings nur CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer.