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Kultur: Ein jüdischer Arzt im Jahr 1933

Kultur : Ein jüdischer Arzt im Jahr 1933

Stück mit Gegenwartsbezug: „Professor Mamlock“ von Friedrich Wolf mit Gustav Peter Wöhler im Theater Düren im Haus der Stadt.

Düren Kultur präsentiert am Sonntag, 27. November, das Theaterstück „Professor Mamlock“ von Friedrich Wolf mit Gustav Peter Wöhler im Theater Düren im Haus der Stadt. Darin geht es um das Schicksal eines jüdischen Arztes. Der weltberühmte jüdische Arzt Professor Mamlock bemüht sich, 1933 unter dem Naziregime seine Arbeit, seine Klinik, aber auch seine Familie von allen politischen Auseinandersetzungen der Zeit fernzuhalten. Doch damit scheitert er: Seine Familie wendet sich von ihm ab und seine Klinik wird von Truppen der SA besetzt.

Diese Theater-Fassung kratzt an der Gegenwart und reflektiert dabei aktuelle politische Ereignisse: Übergriffe auf Synagogen, Moscheen und Flüchtlingsheime nehmen zu, die Abneigung gegen das Fremde wächst und gleichzeitig verstummt die Menge, der es voller Entsetzen die Sprache verschlägt.

Wie schnell kann eine Gesellschaft ihre eigene Geschichte verleugnen oder vergessen? Das Theaterstück „Professor Mamlock“ am 27. November beginnt um 18 Uhr, ab 17.15 Uhr gibt es vorher eine Einführung in das Stück. Tickets gibt es ab 14,50 Euro. Erhältlich sind sie im I-Punkt, Markt 6, Düren oder www.tickets-dueren.de.

(red)