Langerwehe: Ein Fest des Wohlklangs und der Freude

Langerwehe: Ein Fest des Wohlklangs und der Freude

„Der Wettergott meint es heute gut mit uns”, stellte der Vorsitzende des Langerweher Gospelchors „Joy of Gospel”, Frenny Simons, bei der Begrüßung der vielen Gäste auf den Bänken vor sich und im weiten Rund des Hofs des Töpfereimuseums Langerwehe fest.

Und was die vier Gospelchöre dann den Gospelfans boten, war gut und wärmte auch die Zuhörer, die bis dahin noch leichte Kälteschauer ertragen hatten. Denn wohl kaum einen der Besucher ließ diese Musik voller Rhythmik, voller Sehnsucht und Freude und voller Melancholie kalt. Bei schnelleren Rhythmen setzten sich dann auch hier und da Beine, Arme und Hüften in Bewegung.

Meditative Stimmung

Eröffnet wurde das Open-Air-Konzert vom Gastgeber, von den Sängern des Chores „Joy of Gospel”. Unter der Leitung ihres Interimsdirigenten Martin Jung, Organist und Chorleiter an der Kirche in Langerwehe, gelang es „Joy of Gospel”, die Festivalbesucher in eine meditative Stimmung zu versetzen. Voluminös im Klang und klar in der Akzentuierung boten die Langerweher das Klangbild eines gut gestimmten Instruments.

Es folgte „Sound of Light”, der Gospelchor der „Music Academy Köln Süd” unter Leitung von Onita Boone. Die Frauen und Männer singen erst seit November des vergangenen Jahres zusammen. Sie brachten trotz der Kürze dieser Zeit mit viel Bewegung und Temperament eine beachtliche Leistung auf die Bühne. Der Chor „Mustard Seed Faith” unter dem Dirigat von Carsten Sieverth kommt aus Aachen.

Auffallend zarter Gesang und zurückhaltende Gesten unterschieden diesen Chor von den anderen Akteuren. Den Schlussakkord bildete die „Gospelwerkstatt Leverkusen” mit Michel Kristahn. Auch dieser Chor, auf vielen Konzerten ein gern gesehener Gast, setzte seine Akzente und ließ in einem Querschnitt durch sein Repertoire sein Können aufblitzen. Am Schluss stand „Joy of Gospel” zum Ausklang noch einmal auf der Bühne.

Die Gäste waren bei Ohrwürmern zum Mitsingen eingeladen. Das „Gospel meets Gospel” getaufte Festival startete vor sieben Jahren. Das Konzert ist nach Aussage von Pressesprecher Jürgen Hüftle ein wahrer Selbstläufer. Jedes Jahr kommen bis zu 1000 Besucher, wenn das Wetter mitspielt. Die einzelnen Chöre singen ohne Gage. Warum kommen sie dann? „Wir tauschen unsere Erfahrungen aus und lernen voneinander”, verriet Hüftle. „Wobei die Freude untereinander eine große Rolle spielt.”

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