Düren: Ein Ereignis kollektiver Energie

Düren: Ein Ereignis kollektiver Energie

Der Rathausvorplatz soll am Samstag, 14. August, zur Partymeile werden. Groove und Funk sind die vorherrschenden musikalischen Elemente beim Stadtwerke-Abend ab 18 Uhr im Rahmen der 20. Dürener Jazztage.

Und zum Jubiläum schaltet der lokale Energieversorger auf „Power´n´ Jazz um. Zwei außergewöhnliche Bands treten auf, die dem Publikum einheizen werden.

Ein „Musikmix für eine ausgelassene Party”, glaubt der Vorsitzende des Jazz-Clubs, Rolf Delhougne, an die richtige Wahl. Als der Geschäftsführer der Stadtwerke, Heinrich Klocke, zum ersten Male einen Videoclip von dem Künstlerkollektiv „Brooklyn Funk Essentials” sah, stimmte er spontan einer Verpflichtung zu.

Kultureller Schmelztiegel

Die US-Formation ist ein globales Tanzereignis. Jazz, Hip Hop, Dancehall, Reggae, Dub, House, Ska, Disko und Balkan-Beat - ein Konglomerat verschiedener Musikstile präsentiert die Band. Das New Yorker Ensemble lässt Genres und Kulturen munter durcheinander purzeln und gibt dem Begriff „Schmelztiegel” eine besondere Bedeutung.

Cool, stetig und einfach ist ihre Musik, ein wenig nach dem Motto „aus alt mach neu”. Aus den Soli ausgezeichneter Musiker wie Dizzy Gillespie, Maceo Parker und anderer entwarf der Produzent der Formation, Lati Kronlund, neue Stücke.

Im Laufe der Zeit entstand dann eine Gruppe aus Sängern, Rappern, Dub Poets und Dj´s - Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, die musikalisch und kulturell zusammenarbeiteten, um sich zu einem famosen Projekt mit einem üppigen Sound entwickelten.

Vor den „Brooklyn Funk Essentials”, 20 Uhr, gehört ab 18 Uhr die Bühne den „Boogie Wonder Stars”. Eine Cover-Band, die sich „Earth, Wind & Fire” zum Vorbild genommen hat. Alte Hits wie „September”, „Fantasy” oder „Boogie Wonderland” garantieren Stimmung bei den Jüngern des frischen Motown Sounds. Ob Bass, Gitarre, Keyboard, Schlagzeug, Percussions, Trompeten, Saxofon oder Posaune: alles wird live gespielt, echte, ehrliche Musik.

Professioneller Gesang von dem „Frontpärchen” Juliane Pasternak und Marco Matias runden das Ganze ab. Der Stadtwerke-Abend verspricht ein Ereignis kollektiver musikalischer Energie zu werden. Für Trompeter Martin Schädlich, der bei den „Boogie Wonder Stars” mitspielt und sich als Dirigent der Dürener Brass Band einen Namen gemacht hat, wird das Gastspiel zum Heimspiel.

Besonders interessant war für die Band „Brooklyn Funk Essentials die Zusammenarbeit mit türkischen Gruppen. Ihr Album „In the Buzzbag”, vor zwölf Jahren erschienen, ist stark von türkischer Volksmusik beeinflusst.

Rolf Delhougne hofft daher, dass auch viele türkische Besucher zum Stadtwerke-Abend kommen. Gemeinsam einen Abend zu verbringen und Musik zu hören, sei auch ein Stück Integration, glaubt der Vorsitzende des Jazz-Clubs.

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