Peter Schmitz Ehrenpräsident des Festkomitees: Ein Dürener Karnevalist wie aus dem Bilderbuch

Peter Schmitz Ehrenpräsident des Festkomitees : Ein Dürener Karnevalist wie aus dem Bilderbuch

„Ich hab‘ gedacht, heute Abend gibt es ein paar nette Worte, wir trinken etwas, und das war es dann.“ So schief lag Peter Schmitz, der scheidende Präsident des Festkomitees Dürener Karneval, wohl noch nie.

Im festlich geschmückten Saal des Dorint Hotels prasselte ein Regen von Urkunden, Auszeichnungen und Überraschungen auf ihn ein. Am Ende verschlug es dem sonst so souveränen Redner sogar die Stimme und er musste ein paar Tränen verdrücken.

Dass der kommissarische Präsident Achim Freimuth und Geschäftsführer Marc Herpertz ihm den Ehrenorden des Festkomitees verliehen, mag Schmitz noch erwartet haben. Auch, dass er für seine Verdienste um das Brauchtum vom Präsidenten des Regionalverbandes, Heribert Kaptain, mit einer Urkunde ausgezeichnet wurde. Schließlich überraschte es auch nicht, dass Bürgermeister Paul Larue ein Präsent mitbrachte und Schmitz für die Zusammenarbeit dankte. In all diesen Beiträgen wurde immer wieder deutlich, welche Hochachtung der Dürener Prinz der Session 2009/10 bei seinen Partnern nicht nur im Karneval besitzt. Und alle Redner würdigten, wie auch Schmitz selbst, den großen Anteil, den seine Frau Agnes an seinem Engagement hatte.

Dann jedoch wurde es still im Saal, ehe anhaltender Applaus aufbrandete: Das Festkomitee ernannte Peter Schmitz angesichts seiner engagierten Arbeit und seiner Verdienste um den Dürener Karneval zu seinem Ehrenpräsidenten. Diesen Titel durfte bisher nur sein legendärer Vorgänger Franz-Josef Vois tragen. Das war dann auch der Moment, als Schmitz sprachlos wurde. Zu diesem Zeitpunkt war übrigens schon sein Doppelgänger mit auf der Bühne, ein kleines „Schmitzchen“. Die Marionette in Komitee-Uniform und mit den Gesichtszügen des neuen Ehrenpräsidenten animierte auch zu dem Scherz, Schmitz möge sich in Zukunft nicht gängeln lassen, sondern lieber die Puppen tanzen lassen.

Dem stimmte Peter Schmitz zu und versicherte, er werde auch nach der Aufgabe seines Amtes nicht aus dem Dürener Karneval verschwinden. Zu Paul Larue gewandt merkte er an, die beiden könnten ja nach dessen Demission im nächsten Jahr etwas gemeinsam unternehmen. Als der scherzhaft vorschlug: „Ja, Spaziergänge im Burgauer Wald“, gab Schmitz zu verstehen, dass er wohl doch andere Vorstellungen habe.

Im Gespräch verriet er, dass es während seiner Amtszeit kein „schönstes Erlebnis“ gegeben habe. „Alles war schön“, sagte er, um dann doch hinzuzufügen: „Die Züge zu organisieren und dann zu erleben, war immer wieder toll!“

(kel)
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