1. Lokales
  2. Düren

Ein besinnliches Hörvergnügen mit der Dürener Orchestergemeinschaft

Konzert : Ein besinnliches Hörvergnügen mit der Dürener Orchestergemeinschaft

Das traditionelle Herbstkonzert der Dürener Orchestergemeinschaft (DOG) bereitete hunderten Gästen einen gelungenen Auftakt für die Adventszeit mit herzerwärmenden musikalischen Darbietungen.

Die Instrumentalisten traten mit dem Kirchenchor St. Anna und St. Marien, dem Chor „con spirito“ und einigen beachtenswerten jungen Solisten und Schülern der Vokalklassen in der Annakirche auf.

Auch die Gäste beteiligten sich sängerisch bei den Mitmach-Stücken, zu denen Regionalkantor Hans-Josef Lövenich im Laufe des Abends immer wieder einlud. Wahres Hörvergnügen schaffte das große Ensemble mit „Wachet auf!“ der Choräle aus Mendelssohns „Paulus“ und der Bach-Kantate. Die perfekt harmonierenden Streicher und Bläser wurden ergänzt von den starken Chorstimmen, wodurch ein sehr intensives Klangbild zustande kam. Auch einige weitere christliche Werke wie „Die Freude der Hirten“ von G.A. Homilius oder „Machet die Tore weit“ von A. Hammerschmidt wurden virtuos umgesetzt und schufen eine wohlige Atmosphäre.

Begeisterten Applaus erhielt die achtjährige Adelina Plecikova, die in Bachs „Bauernchor“ die Rolle der Solovioline mit Bravour meisterte. Auch Luisa Farle, neun Jahre alt, überzeugte an der Violine mit ihrer Sololeistung. Sie spielte den 1. Satz aus dem h-Moll Konzert von O. Rieding und klang dabei ganz „wie die Großen“.

Begleitet von Hans-Josef Lövenich am Klavier gaben auch die kleinen Sänger der Vokalklassen der Südschule und der Martin-Luther-Schule einige weihnachtliche Stücke zum Besten. Teilweise in fliegendem Wechsel wurden auch hier kurze, wohlklingende Solopassagen eingebaut. Sehr unterhaltsam war auch der erste Satz der „Kindersinfonie“ von E. Angerer/Joseph Hadyn, bei der Julius Marx (10) kurzerhand den Dirigentenstab übernahm. Zum Einsatz kamen bei dem heiteren Stück neben den Streichern der DOG einige eher ungewöhnliche Effektinstrumente, eine Mini-Trompete und kleine Vogel-Flöten.

Überaus bemerkenswert war zudem der Auftritt der elfjährigen Deliane Arnold. Die Sechstklässlerin, die noch vor kurzem einen Spitzenplatz beim „Jugend musiziert“-Wettbewerb belegt hatte, wagte sich mit dem Violinkonzert Nr.22 a-Moll von J.B. Viotti an ein Werk mit großer Besetzung. Knappe 15 Minuten ging das Stück, bei dem die junge Musikerin geradezu furiose Soloeinlagen hinlegte, in denen jeder Ton klar und deutlich und fein abgestimmt daherkam.

Gegen Ende hin übernahm Arianna Severin, 20 Jahre, die Hauptrolle im 1.Satz des Flötenkonzert G-Dur von Mozart. Die Querflötistin, die ihr Instrument im sechsten Semester studiert, gewann mit ihrer gefühlvollen Spielart die Herzen der Zuhörer.

Die Dürener Orchestergemeinschaft trifft sich wöchentlich im Musiksaal des Stiftischen Gymnasiums zur Probe und ist immer offen für neue Mitstreiter. (nie)