Birkesdorf: Ein Abend mit Oldies op Kölsch und kölschen Oldies

Birkesdorf: Ein Abend mit Oldies op Kölsch und kölschen Oldies

„Jo, wenn ich danze, dann waggelt dat janze....“: Wenn dieser Refrain erklingt, weiß der Dürener, die „Buureband“ steht auf der Bühne. Sänger und Gitarrist Norbert Graf ist mit unterschiedlichen Besetzungen seit über 30 Jahren nicht nur im Karneval unterwegs, aktuell mit Heinz Jansen (Gitarre/Gesang), Bernd Stollenwerk (Bass) und Norman Noé (Schlagzeug/Gesang).

Wenn Not am Mann ist, auch schon mal unterstützt von Fabian Schröter. Damit gehört die 1986 als „Birkesdörpe Buurebänd“ gegründete Truppe zu den ältesten der Dürener Mundartszene.

Mit der neuen Zusammensetzung hat sich nicht nur der Name verändert, auch die musikalische Ausrichtung der Gruppe. „Für viele Präsidenten am Niederrhein und im Ruhrgebiet war ‚Birkesdörpe Buurebänd‘ einfach ein Zungenbrecher“, erinnert sich Heinz Jansen nur zu gut an so manchen Versprecher. Beim kürzeren „Buureband“ kann das nicht passieren.

Gleichzeitig wurde aus dem rheinischen „Bänd“ das englische „Band“, denn die „Buure“ gehen auch musikalisch neue Wege. „Wir spielen zwar immer noch unsere alten Lieder, vor allem aber internationale Oldies und Evergreens aus den 60er und 70er Jahren, die wir mit einem kölschen Text versehen“, erklärt Norbert Graf das neue Konzept.

So wird aus „I‘m a beliver“ der „Monkees“ „Bring mer a Bier“, aus Chubby Checkers „Let‘s twist again“ „Loss mer twiste jonn“ oder aus „Hey Jude“ von den „Beatles“ „Hey Du“. Der Vorteil liegt auf der Hand. Vielen älteren Gästen im Saal sind die Melodien noch sehr vertraut, der neue Refrain wird schnell übernommen und wenn‘s am Ende dann im Publikum mal englisch/kölsch durcheinandergeht, ist das auch nicht so schlimm. „Hauptsache, die Stimmung im Saal ist gut“, betont Norbert Graf.

„Wir sind sicherlich die einzige Karnevalsband, die nur Oldies auf der Bühne singt“, ist Heinz Jansen überzeugt — abgesehen von den „Räubern“, die ihr Programm „Welthits op kölsch“ mit wenigen Ausnahmen allerdings nur außerhalb der Session spielt.

Und dem Publikum gefällt‘s, wie die vier „Buureband“-Musiker schon in der vergangenen Session bei ihren Auftritten, die sie bis ins Ruhrgebiet führen, gemerkt haben. Also haben sie in den vergangenen Monaten ihr Repertoire an bekannten Oldies und kölschen Evergreens deutlich erweitert. Herausgekommen ist ein gut dreistündiges Programm, das sie nun an zwei Abenden dem Publikum vorstellen wollen.

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