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Wollersheim: „Eifeldom”-Geburtstag mit reichlich Musik

Wollersheim : „Eifeldom”-Geburtstag mit reichlich Musik

Die „Neue Kirche”, wegen des 54 Meter hohen Turms auch „Eifeldom” genannt, wird 100 Jahre.

Etwas genauer: Sie wurde vor 100 Jahren geweiht. Dieses Jubiläum wird am Samstag, 12. Juni, gebührend gefeiert - mit reichlich Musik.

Beim Pontifikalamt um 17 Uhr mit Joachim Kardinal Meisner führt die Singgemeinschaft „Heilig Kreuz” eine lateinische Messe und Motetten auf. Renold Quade spielt anschließend mit „seinem” über 40-köpfigen sinfonischen Blasorchester der Musikschule Düren im Stiftshof zwischen beiden Kirchen konzertante Musik; dazu werden kostenfrei Imbiss und Getränke gereicht.

Am 13. Juni stehen nach dem Festakt um 11 Uhr mit Ansprachen von Domdechant Prälat Johannes Bastgen aus Köln und Dr. Dorothea Eimert, Chefin des Leopold-Hoesch-Museums Düren, und Orgelbegleitung von Johannes Esser, Leiter der Musikschule Düren, sowie Einweihung der Erinnerungstafel Ausstellungen und Besichtigungen der Neuen und Alten Kirche sowie „Musik und Vergnügen” auf dem Stiftshof auf dem Programm.

Das Pfarrfest eröffnet das Tambourcorps „Edelweiß” musikalisch; außerdem sind der Musikverein Vlatten und Dr. Dieter Kurth auf seiner Orchesterorgel zu hören; den Abschluss bildet das Jagdhornbläsercorps Heimbach.

Zwei Besonderheiten: Erstens stiftete der Ortsbewohner Josef Schmidt den Kirchen-Neubau. Der 81 Jahre alte Junggeselle starb 1869, die katholische Pfarrgemeinde war „Universalerbin”. Die „Neue Kirche” kostete 125000 Goldmark. Zweitens stammt das Baumaterial aus dem Dorf. Die Ziegelsteine wurden im „Feld-Brandverfahren” hergestellt. Die Bauzeit von 1900 bis 1904 war verhältnismäßig kurz.

Die „Neue Kirche” wurde vor allem aus Platzgründen errichtet, da in der „Alte Kirche” nicht mehr alle regelmäßigen Kirchgänger sitzen konnten.

Pfarrer Markus Breuer freut sich über das Engagement aller Dorfvereine, besonders des Geschichtsvereins. Dieser erstellte beispielsweise eine akribische Zeittafel und einen sechsteiligen Rückblick über die Geschichte der „Neuen Kirche”.

Informationen rund um die „Neue Kirche” bei Albert Grein (02425/676) oder im Internet.