Rio/Düren: Dürens Badmintonspielerin Ulitina darf Olympia-Luft schnuppern

Rio/Düren: Dürens Badmintonspielerin Ulitina darf Olympia-Luft schnuppern

Als Dürens Vorzeige-Badmintonklub, der 1. BC Düren, in die heiße Phase der Vertragsverhandlungen mit der neuen Einzel-Künstlerin Maria Ulitina einstieg, war noch nicht abzusehen, dass sich die Ukrainerin für Olympia qualifizieren würde.

Doch dann flatterte die frohe Kunde beim BC ein und selbstredend war die Freude groß. Ulitinas zehn beste Turniere aus einem zwölf Monate währenden Zeitraum flossen in die Bewertung mit ein. Letztendlich reichte es, um unter den 40 Einzel-Teilnehmerinnen zu stehen.

Ab dem 11. August geht es in Rio los, mittlerweile ist Ulitina auch schon vor Ort angekommen. Riesige Vorfreude, ihr eigenes Land bei Olympia repräsentieren zu dürfen, dürfte jetzt gegenüber der Aufgeregtheit überwiegen. Schließlich war es ihr Traum von Kindesbeinen an, für die Ukraine bei einem großen Turnier anzutreten. Dass es nun gleich das größte Turnier ist, hätte sie sich wohl nie träumen lassen.

Nun muss sie sich zunächst in einer Gruppenphase behaupten. Aus zwölf Gruppen setzt sich immer nur die Gruppenerste durch — danach geht es im K.o.-System weiter. Es muss befürchtet werden, dass die olympische Reise der Ukrainerin, die im Worldranking Platz 61 belegt, nach der Gruppenphase schon wieder vorüber ist. Schließlich dürfte sie als Zweite hinter der Weltranglistenfünften, der Inderin Saina Nehwal, landen — alles andere wäre eine faustdicke Überraschung.

„Natürlich besteht die leichte Gefahr, danach — wenn die Anstrengungen nachlassen — in ein kleines Loch zu fallen. Allerdings freut sich Maria schon sehr auf ihr neues Team in Düren und den ersten Spieltag“, sagt Michael Pütz vom 1. BC. Der erste Spieltag wird dann direkt ein doppelter sein. Am 10. September muss die Olympionikin zunächst beim TV Refrath beweisen — am 11. darf sie sich ab 15 Uhr erstmals vor eigenem Publikum präsentieren, gegen den BV Mülheim.

(kte)
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