In diesem Jahr auf dem Hoeschplatz: Dürener Weihnachtsmarkt ohne Eisbahn und Sternenhimmel

In diesem Jahr auf dem Hoeschplatz : Dürener Weihnachtsmarkt ohne Eisbahn und Sternenhimmel

Der Weihnachtsmarkt muss in diesem Jahr am Ausweichort vor dem Dürener Leopold-Hoesch-Museum deutlich abgespeckt werden. Der Platz ist so klein, dass die Besucher auf mindestens zwei beliebte Attraktionen verzichten müssen. Die Kinder können sich aber auf das neue Maskottchen freuen.

Wenn am 21. November der mittlerweile 46. Dürener Weihnachtsmarkt seine Pforten öffnet, ist vieles anders. 21 Jahre nach dem Umzug von der Kölnstraße stehen die Buden erstmals nicht mehr vor dem Rathaus. Die Umgestaltung des Kaiserplatzes im Rahmen des Masterplanprozesses ließ keine andere Wahl, als den Markt zu verlegen. Ausweichquartier ist in diesem und höchst wahrscheinlich auch im kommenden Jahr der Hoeschplatz vor dem Leopold-Hoesch-Museum. Der ist zwar „nur“ 300 Meter entfernt, aber dennoch weit ab vom Schuss, sprich dem Einzelhandel in der City.

Der Platz hat einige Nachteile. Er ist so klein, dass für die vor allem bei Kindern in den vergangenen Jahren so beliebte Schlittschuhbahn, die deutlich zur Attraktivitätssteigerung des Weihnachtsmarktes beigetragen hatte, kein Platz vorhanden ist. Auch der Sternenhimmel mit seinen vielen hundert Lichtern wird nicht mehr für die bekannte Atmosphäre sorgen. Für die Pfosten hätten tiefe Fundamente in die Erde gesetzt werden müssen, erklärt Achim Greiff von der städtischen Kirmes- und Marktverwaltung. Schließlich wird auch kein 14 Meter hoher Weihnachtsbaum den Markt überragen. Auch dafür fehlen die statischen Voraussetzungen vor dem Museum.

Bleiben werden immerhin das Kinderkarussell und insgesamt 17 Imbiss-, Getränke- und Verkaufsstände mit dem bekannten Angebot – kulinarisch von Backfisch über Pizza, Waffeln, Nüsse, Crêpes bis Reibekuchen, Erbsensuppe und Grünkohl, während die Händler Schmuck, Töpfer-, Leder- und Strickwaren anbieten.

„Der neue Standort ist mit Sicherheit eine Herausforderung“, betont Bürgermeister Paul Larue (CDU), „Museum und Marienkirche sind aber sicherlich nicht die schlechteste Kulisse für den Weihnachtsmarkt.“ Seine Stellvertreterin Liesel Koschorreck (SPD), die vor Jahren den „Runden Tisch weihnachtliches Düren“ initiiert hat, spricht sogar davon, dass der Umzug auch „eine Chance sein kann“. Für Atmosphäre sollen neben der historischen Kulisse, die in den Abendstunden angestrahlt wird, Lichterketten in den Bäumen entlang der viel befahrenen August-Klotz-Straße und vor der Marienkirche sorgen.

Das neue Maskottchen des Dürener Weihnachtsmarktes: Schneemann Leopold. Foto: ZVA/Jörg Abels

Die Weihnachtsmarktbeschicker wollen die (jüngeren) Besucher nicht nur wie im Vorjahr wieder mit Eisprinzessin Victoria in ihren Bann ziehen, sondern auch mit einem neuen Maskottchen, Schneemann Leopold, der regelmäßig in der kleinen Budenstadt seine Runden drehen wird. Und natürlich wird es auch wieder mittwochs, freitags, samstags und sonntags ein musikalisches Begleitprogramm geben.

Die „Lebende Krippe“ des Mandolinenclubs Merken wird im Übrigen wieder näher an den Weihnachtsmarkt heranrücken. Das Krippenspiel, das zum 30. Mal stattfindet, wird am 14. und 15. Dezember auf dem Schulhof der nahen Peschschule aufgeführt.

An den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes ändert sich am neuen Standort nichts. Die Buden öffnen vom 21. November bis 30. Dezember täglich von 11. bis 21 Uhr, nur Heiligabend ist bereits um 14 Uhr Schluss. Und sie bleiben Totensonntag sowie an den beiden Weihnachtsfeiertagen geschlossen.