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Kommentar zur Aachener Straße: Dürener Verkehrsversuch sofort stoppen

Kommentar zur Aachener Straße : Dürener Verkehrsversuch sofort stoppen

Die Aachener Straße in Düren ist seit Montag nur noch einspurig befahrbar, weil die Stadtratsmehrheit testen will, ob mehr Platz für Radfahrer zur Verfügung gestellt werden kann. Aus Sicht unseres Redakteurs ist der Verkehrsversuch schon nach zwei Tagen gescheitert.

Schon nach zwei Tagen ist klar: Der Verkehrsversuch auf der Aachener Straße ist gescheitert. Obwohl noch nicht einmal die Schule wieder begonnen hat, ist Stop & Go auf einer der wichtigsten innerstädtischen Verbindungen allgegenwärtig.

Stadteinwärts staut sich der Verkehr auch außerhalb des Berufsverkehrs zeitweise bis nach Rölsdorf, von der Valencienner Straße wird das Linksabbiegen nicht nur bei geschlossener Bahnschranke zum Geduldsspiel. Und stadtauswärts sieht es kaum besser aus, bilden sich auf der August-Klotz-Straße Schlangen bis zum Museum. Und alles nur, weil SPD, Grüne, BfD und Bunte Liste im Stadtrat nicht glauben wollen, dass eine Fahrspur je Richtung auf der vielleicht wichtigsten Verkehrsader der Stadt einfach nicht ausreicht.

Sicherlich müssen Radfahrer auf der Aachener Straße besser geschützt werden. Wenn darunter aber der Verkehrsfluss leidet, die Abgas- und damit CO2-Belastung für Anwohner und Umwelt steigt, ist niemandem geholfen. Nein, es muss eine andere Lösung her, im Zweifelsfall müssen Längsparkplätze geopfert werden, Anlieger mit ihren Pkw auf den nahen Annakirmesplatz ausweichen. Auf jeden Fall muss die künstliche Verengung der Straße so schnell wie möglich verschwinden.