Düren: Dürener Sportfreunde werfen Fortuna Köln aus dem FVM-Pokal

Düren: Dürener Sportfreunde werfen Fortuna Köln aus dem FVM-Pokal

Die letzten Anhänger und Verantwortlichen der Dürener Sportfreunde haben sich Donnerstagmorgen um sechs Uhr auf den Heimweg gemacht. Sie hatten zu diesem Zeitpunkt einen Feiermarathon von gut sieben Stunden absolviert. Und das aus einem für viele überraschenden Grund.

Der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga bezwang im Viertelfinale des FVM-Pokals den Regionalligisten Fortuna Köln mit 6:4 im Elfmeterschießen.

Nach den regulären 90 Minuten stand es 1:1, nach 120 Minuten 2:2. Die Entscheidung musste vom berühmt-berüchtigten Punkt fallen. Und die Sportfreunde belohnten sich mit eisernen Nerven und eiskalt verwandelten Elfmetern, während die Spieler des vier Klassen höheren Klubs mit schlotternden Knien zum Schuss gingen.

Gut 1300 Zuschauer wollten dieses Viertelfinale sehen. Noch mittags hatte so mancher Bewohner des Grüngürtels seinem Briefträger gesagt: „Wenn es nicht regnet, komme ich!” Doch dann öffnete der Himmel seine Schleusen und verhinderte einen noch besseren Besuch. Zahlenmäßig in der Mehrheit, von der Lautstärke in der Minderheit: Zuerst mussten sich die Dürener die Fangesänge der rund 300 Fortuna-Anhänger anhören Die Kölner waren wegen des Streiks im Öffentlichen Dienst nicht mit der Bahn, sondern mit eigenen Autos angereist.

Friedlich - auch nach Ausscheiden - präsentierten sich diese Kölner. Sie feuerten zunächst mit einem Gesang nach dem anderen ihre Fortuna an. Nach dem Führungstreffer von Michael Lejan schien das Spiel seinen erwarteten Lauf zu nehmen. Aber: „Wir haben uns immer gesagt: Immer Kopf hoch und die Brust raus, sich immer vernünftig präsentieren”, erzählte Trainer Dirk Krischer. Seine Schützlinge brachen nicht ein, gaben Kontra, konterten immer wieder, glichen zweimal einen Rückstand aus.

Und als Hermann Altergott den entscheidenden Strafstoß nach den 120 Minuten verwandelte, waren die matschigen Platzverhältnisse aber wirklich so was von egal: Die Sportfreunde-Kicker wälzten sich vor Begeisterung in der nassen Asche, ihre Fans stürmten das Spielfeld, die Kölner Kicker und ihre Anhänger trotteten mit hängenden Köpfen von dannen.

„Wir haben gewusst: Dieses Elfmeterschießen konnten nur wir gewinnen”, freute sich der Trainer. Und seine Jungs strotzten nur so vor Selbstbewusstsein: Keinen Elfmeterschützen musste der Coach bestimmen, die Spieler meldeten sich freiwillig.