Düren: Dürener Schlemmermarkt war ein großer Erfolg

Düren: Dürener Schlemmermarkt war ein großer Erfolg

Jeden Donnerstag steht Chafik Chibani mit seinem Foodtruck auf dem Rudolfplatz in Köln und verkauft würzige, orientalisch gefüllte Wraps. Am Mittwoch war Chibani mit seinem mobilen Restaurant auf dem ersten Dürener Schlemmermarkt — und „einfach nur begeistert“. „Ich habe sehr lange überlegt, überhaupt nach Düren zu kommen“, sagt Chibani. „Köln ist eine Millionenstadt, da funktionieren Foodmärkte immer.

Düren hat nicht einmal 100.000 Einwohner, da war ich schon echt skeptisch.“ Chafik Chibanis Skepsis war unbegründet. Schon mittags war der Schlemmermarkt gut besucht, abends war der Marktplatz voller Menschen, die Lust auf vielseitige, zum Teil exotische Speisen hatten. „Es ist toll“, sagt Peter Granrath aus Düren, „dass es keine einzige Frittenbude gibt, sondern wirklich ein Angebot, das man sonst hier in der Gegend eben nicht bekommt. Für Düren ist der Markt eine sehr große Bereicherung.“

Das sehen Citymanager Michael Linn und Uwe Gunkel, Vorsitzender der CityMa, genauso. Linn: „Wir haben bewusst einen Wochentag gewählt, von dem wir wissen, dass in Düren eher wenig los ist. Dank des Schlemmermarktes war die Stadt gut gefüllt. Ich hatte den Eindruck, dass viele Leute in Düren waren, die man sonst hier nicht sieht.“ Auch die Händler seien zufrieden gewesen. Linn: „Ich habe schon neue Bewerbungen für den nächsten Schlemmermarkt bekommen. Es kann also sein, dass die Juli-Ausgabe nochmal ein bisschen größer ausfällt.“

Der Start des neuen Angebotes sei perfekt gewesen, sagte auch Gunkel. „Die Stadt war nachmittags deutlich voller als an einem Mittwoch ohne Schlemmermarkt.“ Der Mittwoch sei wirklich bisher einer der schwächsten Tage für Düren gewesen. Gunkel: „Das war gestern schon deutlich besser.“ Linn und Gunkel hatten im Vorfeld des Marktes angekündigt, dass „eine Vielzahl der Geschäfte bis 21 Uhr“ am Schlemmermarkt-Tag geöffnet sei. Das hat nur bedingt funktioniert. An der Kölnstraße hatten ganze vier Geschäfte geöffnet, auch an der Wirtelstraße sah es nicht viel besser aus. „Das ist ein altes Dürener Problem“, sagte Linn. „Ich weiß, dass viele Kunden sich einheitliche Öffnungszeiten wünschen. Und die würden unserer Stadt auch gut tun.“

Gunkel ergänzte: „Das ist ein schwieriges Thema. Für viele Händler wird es uninteressant, den Laden offen zu halten, wenn keine Kunden kommen. Und das war in den Abendstunden der Fall. Die Leute wollten einfach das Angebot des Schlemmermarktes nutzen.“ Trotzdem wolle man zumindest bei den ersten fünf Schlemmermärkten an verlängerten Öffnungszeiten festhalten, „vielleicht aber nur bis 20 Uhr“, sagte Gunkel.

Einziger Wermutstropfen der ersten Auflage des Schlemmermarktes war, dass viele Händler schon um 19.30 Uhr komplett ausverkauft waren. „Man muss jetzt schon suchen, wo man etwas bekommt“, sagte Melina Schmetz. „Das ist schade. Auf der anderen Seite zeigt es aber auch, dass die Sachen wirklich frisch zubereitet wurden. Und das ist natürlich sehr gut. Beim nächsten Mal sollen die Händler einfach ein bisschen mehr einpacken.“ Genau das will Chafik Chibani auch tun. „Ich kann sagen, dass sich der Dürener Schlemmermarkt wirklich gelohnt hat. Die Leute waren sehr nett. Wir kommen auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder.“

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