1. Lokales
  2. Düren

Zwei Fälle: Dürener Polizei warnt vor falschen Beamten

Zwei Fälle : Dürener Polizei warnt vor falschen Beamten

Falsche Polizisten haben wieder versucht, Senioren zu betrügen. In einem Fall waren sie erfolgreich. Jetzt warnt die Dürener Polizei.

Am Donnerstag meldeten sich zwei Senioren bei der Polizei, weil angebliche Beamte in Telefongesprächen Geld gefordert hatten.

Beide Male kam laut Polizei die gleiche Masche zum Einsatz: Der Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, stehe kurz vor der Verbringung in ein Gefängnis, könne jedoch nach Zahlung einer Kaution auf freien Fuß kommen. Bekräftigt wurde die Geschichte dann noch, indem der vermeintliche Sohn das Telefon übernahm und weinend die Geschichte bestätigte. In beiden Fällen stellten die Betrüger die Freilassung des Sohnes gegen Zahlung eines Betrages im hohen fünfstelligen Bereich in Aussicht.

In einem Fall wurde das Gespräch mit dem falschen Polizisten kurzzeitig unterbrochen, sodass die angerufene Seniorin Kontakt zu ihrem echten Sohn aufnehmen konnte. Als dieser erklärte, dass alles in Ordnung sei, war schnell klar, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte.

Der zweite Fall hingegen ging für die Angerufenen nicht gut aus. In einem mehr als einstündigen Telefonat wurden die Senioren derart beeinflusst, dass sie ihre im Haus befindlichen Wertgegenstände zusammen suchte und an einen vermeintlichen Polizisten an der Tür übergaben. Die ursprünglich geforderten 75.000 Euro konnten sie nicht aufbringen, sodass der Anrufer sich mit dem zufriedengab, was an Wertsachen im Haus war. Dass die Geschichte komplett erlogen war, musste das Ehepaar dann später feststellen.

Der Abholer der Wertsachen wird beschrieben als etwa 30 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß. Der Mann hatte dunkle kurze Haare, die oben gelockt waren. Er war dunkel gekleidet und hatte über dem linken Arm einen blauen Parka mit der Aufschrift „Polizei“ gelegt. Zeugen, die eine solche Person Donnerstagnachmittag zwischen 15 Uhr und 17 Uhr in Derichsweiler im Bereich Martinusplatz/Waldstraße/Im Reuter gesehen haben und Angaben über deren Fluchtrichtung oder ein genutztes Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich mit der Leitstelle der Polizei unter der Rufnummer 02421/949-6425 in Verbindung zu setzen.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass Polizisten niemals anrufen, um Geld für Kautionen in Empfang zu nehmen. „Beenden Sie Gespräche, in denen Sie nach Ihren Wertsachen gefragt werden, sofort. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, sondern denken Sie in Ruhe nach und ziehen gegebenenfalls Vertrauenspersonen hinzu. Wählen Sie die 110 und informieren Sie Ihre Polizei. Haben Sie ältere Verwandte, Bekannte oder Nachbarn? Helfen Sie mit, dass diese skrupellosen Betrüger nicht erfolgreich sind. Sprechen Sie mit älteren Menschen über derartige Maschen“, appelliert die Polizei.

(red/pol)