Düren: „Dürener Köpfe“ zeigen wieder ihre Kunstwerke

Düren: „Dürener Köpfe“ zeigen wieder ihre Kunstwerke

17 Tage. Acht Veranstaltungen. Ein verbindendes Motto: „Dürener Köpfe“. Die Kulturtage auf Schloss Burgau, eine Kooperation des Lions Club Düren Marcodurum und der Stadt Düren, sind längst über viele Jahre hinweg zu einer festen Einrichtung im Veranstaltungskalender herangewachsen.

Am Freitagabend wurden sie nun zum 14. Mal eröffnet. Michael Maurer, Präsident des Lions Club Düren Marcodurum, formulierte die Essenz, das Eigentümliche der Kulturtage. Sie seien eine Art Heimspiel für Künstler, die ihre Werke ausstellen könnten. Denn unter den Leitgedanken „Dürener Köpfe“ machen die Verantwortlichen den Dürener Kunstschaffende das Angebot, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

„Ein Knochenjob“

„Jeder Künstler outet sich hier“, erklärte Maurer und lobte im gleichen Atemzug das Selbstbewusstsein der Akteure und ihre Bereitschaft, sich der Kritik zu stellen. Bürgermeister Paul Larue nahm eine kritische Distanz ein und nahm bei seinen einführenden Worten nicht zunächst die Künstler, sondern die Kulturtage als Einrichtung in den Fokus seiner Betrachtung.

Larue sprach von „fetten Jahren“, die der Lions Club mit seiner Veranstaltung in der Vergangenheit erlebte, von „einem Knochenjob“ während der Organisation und Durchführung. Und er stellte fest: „Wir können uns hier auf sehr verschiedene Weise treffen.“

Eine dieser Möglichkeiten des aufeinander Zugehens ist die Dauerausstellung, die am Freitagabend miteröffnet wurde, sie ist der Rahmen der Kulturtage. Franz Bahr, Günther Król, Jens Ochel, Sarah Schiffer, Heinz Viehöver sind fünf sehr unterschiedliche Künstler: unterschiedliches Alter, unterschiedliche Materialien.

Doch alle schaffen es, durch ihre Werke etwas auszudrücken und anzuregen. Und das betonte auch Renate Goldmann, Leiterin des Dürener Leopold Hoesch Museums, die in die Ausstellung einführte und die Künstler vorstellte. Diese Einleitung stellte jedoch lediglich die Startlinie eines Kultur-Marathons dar, der immer wieder zu Begegnungen einlädt.

Ob beim Konzert des Akkordeonorchesters der Musikschule Düren, der „Charity night“, dem Dürener Talk, der Filmnacht oder der Finissage: Die Kulturtage sollen verbinden.

Und diese Brücke wird auch über die Kulturtage hinaus geschlagen. Denn der Überschuss der 17 Tage, so Meurer, werde in die Förderung gemeinnütziger Einrichtungen investiert.

(jul)
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