Dürener Hallenbad-Neubau im Holzbendenpark soll noch 2019 starten

Im Holzbendenpark : Dürener Hallenbad-Neubau soll noch 2019 starten

Das Projekt Hallenbad-Neubau im Holzbendenpark Düren nimmt im April Fahrt auf. In Kürze wird per europaweiter Ausschreibung ein Generalunternehmer gesucht, der mit der Umsetzung einer gegenüber den im Jahr 2018 vorgestellten Skizzen leicht überarbeiteten Planung möglichst noch 2019 starten soll.

Richard Müllejans und Ralf Kouchen als Verantwortliche des Badbetreibers Dürener Service-Betrieb (DSB) würden gerne im Herbst anfangen zu bauen.

Parallel zur Ausschreibung soll in diesem Monat der Bauantrag eingereicht werden, um auch die rechtlichen Grundlagen für das Vorhaben zu schaffen. „Wir gehen beim jetzigen Verfahrensstand von einer Kostenobergrenze von 16,45 Millionen Euro aus“, sagten die DSB-Betriebsleiter.

Im Vergleich dazu beträgt der reine Sanierungsaufwand für das Hallenbad Jesuitenhof etwa sieben Millionen Euro, um das alte Bad technisch auf Vordermann zu bringen und weiterhin ein Grundgebäude zu betreiben, das 48 Jahre alt ist. Ganz zu schweigen von der Bergschadensvermutung mit einem Schiefstand des Hauptbeckens und langen Rissen im Fundament der Immobilie Am Jesuitenhof, die zum Zeitpunkt des Kaufes durch den Dürener Service-Betrieb im Jahr 2012 noch nicht erkennbar gewesen sind. Diese Schäden sind in der Sanierungsbetrachtung noch gar nicht „eingepreist“. Hier gibt es – wie jüngst berichtet – einen Rechtsstreit mit dem Bergbautreibenden.

Von der ersten Vorstellung des Bauvorhabens im Sommer 2018 bis jetzt war die Detailplanung nicht unkompliziert, weil auf dem Gelände im Holzbendenpark auch der angrenzende Sportplatz des Stiftischen Gymnasiums samt Wegerechten untergebracht werden musste.

Flächentausch mit dem „Stift“

„Der Platz wird gegenüber dem heutigen Standort gedreht. Dadurch ist es möglich, Hallenbad und Sportplatz über einen gemeinsamen Weg zu erschließen“, erklärt Richard Müllejans. Juristisch wurde das über einen Flächentausch und einen Erbpachtvertrag geregelt. Der DSB-Neubau enthält auch die Umkleiden für die Sportler auf dem Platz des „Stift“.

Im künftigen Dürener Hallenbad ist laut vorliegender Planung im Erdgeschoss ein wettkampftaugliches 50-Meter-Becken zu finden, dazu kommen ein Lehrschwimmbad (16 x 11,50 Meter) und ein Kinderplantschbereich. Im Untergeschoss befinden sich alle Umkleiden, Sanitär- und zwei große Kursräume. Das Hauptbecken verfügt über Hubwände, die hydraulisch hochfahren und eine Dreiteilung erlauben. So ist Familien-, Schul- und Vereinsschwimmen parallel möglich. Auf dieser Gebäudeebene befindet sich eine Gastronomie, die unabhängig vom Badbesuch erreicht werden kann. Im Obergeschoss des Hallenbades wird ein Wellnessbereich mit mehreren Saunen und ein Außenbereich entstehen.

Keine Wellness-Konkurrenz

„Ein solches öffentliches Angebot ist in einer 90.000-Einwohner-Stadt vernünftig“, sagt Ralf Kouchen. Richard Müllejans informiert, dass ein Gutachten dargelegt hat, dass durch die vorliegende Konzeption keine direkte Konkurrenz zu den umliegenden Wellness-Anbietern entsteht.

Die Finanzierung erfolgt größtenteils aus Kreditmitteln, die nach Angaben der DSB-Chefs zu günstigen Konditionen über 50 Jahre gesichert werden konnten. Zudem fließen Masterplanmittel ein, um die Wege zum Hallenbad zu errichten und den Holzbendenpark selbst neu zu gestalten, der direkt an die Schwimmeinrichtung angebunden wird.

Jetzt bleibt die Suche nach einem Generalunternehmer in der europaweiten Ausschreibung abzuwarten. Das Verfahren erlaubt es, dass der Auftraggeber für einzelne Gewerke regionale Unternehmen vorschlagen kann. Geplanter Termin der Fertigstellung laut DSB: Sommer 2021.

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