Düren: Dürener Big Band „Take off“: Eine ziemlich verrückte Geburtstagsparty

Düren : Dürener Big Band „Take off“: Eine ziemlich verrückte Geburtstagsparty

Die erste Probe nach 17 Jahren Band-Pause hat sich ein bisschen wie Klassentreffen angefühlt — aufregend, spannend. Wie sind die alten Freunde von damals? Und dann haben die alten Mitglieder von „Take off“, der bekannten Dürener Big Band, die in den 80er und 90er Jahren bundesweit bei Galas und Konzerten aufgetreten ist, die ersten Töne gespielt, und alles war irgendwie wie früher.

„Es lief wieder“, sagt Renold Quade, damals wie heute Band-Chef. „Wir leben noch.“ „Take off“ — das war von 1983 bis 2000 eine echte Erfolgsgeschichte. Quade: „Wir haben Tanzmusik gespielt, sind bei großen Firmengalas aufgetreten. ‚Take off‘ verbinden aber sicherlich auch viele mit Konzerten mit dem Jazz-Musiker Peter Herbolzheimer und Auftritten beim Dürener Stadtfest. Unsere Bandbreite war einfach unglaublich groß.“

qwqwqwqw. Foto: Take off

Irgendwann, ergänzt Quade, seien die Bandmitglieder in alle Himmelrichtungen verschwunden. „Einige sind Berufsmusiker geworden, andere aus Düren weggegangen. Wir hätten die Band zwischen Köln, München und Schweden am Leben halten müssen, und das hätte einfach nicht funktioniert.“ Und genau deswegen war eine Silvester-Gala in Würzburg zum Jahreswechsel 1999/2000 der letzte Auftritt von „Take off“. „Wir haben uns absolut in Freundschaft getrennt“, sagt Jochen Robertz, Trompeter der Band und treibende Kraft des Projektes „Take off reloaded“. „Und die Bandmitglieder haben sich auch nie wirklich aus den Augen verloren.“

xcxcxxc. Foto: Sandra Kinkel

Als dann wirklich ernsthaft der Plan gereift sei, 35 Jahre nach Orchestergründung noch einmal für ein Konzert zusammenzukommen, habe es unglaublich viel positive Resonanz gegeben. Robertz: „Fast alle hatten Lust, sich an dem Projekt zu beteiligen. Überzeugungsarbeit musste ich eigentlich nicht leisten.“ 23 Männer und Frauen sind bei „Take off reloaded“ dabei, bis auf vier ganz junge Musiker haben alle irgendwann schon einmal bei „Take off“ gespielt.

sdsdsdsd. Foto: Sandra Kinkel

Im September 2017 hat die erste Probe in der Dürener Musikschule stattgefunden, seitdem treffen sich die 23 Musiker, zu denen übrigens auch der Merzenicher Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) gehört, im Schnitt alle zwei Monate. „Beim ersten Mal“, sagt Jochen Robertz, „waren alle ein bisschen nervös. Aber wir haben durch die Musik sehr schnell wieder einen Draht zueinandergefunden. Vieles klappte sofort — so als hätte es überhaupt keine 17 Jahre lange Pause gegeben.“ Renold Quade formuliert es so: „Für mich war es toll zu sehen, dass das, was wir viele Jahre getrieben haben, dass die viele Probenarbeit und die unzähligen Auftritte doch eine sehr große Nachhaltigkeit hatten.“

Eine ziemlich große Bühne

Dass das Konzert ausgerechnet in Merzenich stattfindet, liegt — natürlich — daran, dass der Bürgermeister der kleinen Gemeinde bei „Take off“ Trompete spielt. „Die Weinberghalle“, sagt Quade, „hat aber auch eine gute Größe. Wir brauchen viel Technik, die Bühne muss eine gewisse Dimension haben. Und natürlich ist es gut, wenn eine Gemeinde hinter so einem Konzert steht.“ Auf dem Programm steht am 21. April ein Querschnitt durch das Repertoire der Band. Swing und Pop-Musik wechseln sich ab. „Swing ist nicht klein zu kriegen“, sagt Quade. „Auch das werden wir an diesem Abend unter Beweis stellen. Übrigens ist wirklich nur dieses eine Konzert geplant. „Für uns ist das eine verrückte Geburtstagsparty“, sagt Renold Quade.

„Und wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Fans und Freunde von damals mit uns feiern.“ Die Chancen, dass die „Take off“-Party mit vielen Gästen stattfindet, stehen nicht schlecht. Im Gegenteil: Kurz nach Vorverkaufsbeginn sind schon 150 Eintrittskarten verkauft. Das lässt auf eine großartige Geburtstagsfeier hoffen.