Düren: Dürener Akkordeonorchester bietet überzeugenden Konzertabend

Düren: Dürener Akkordeonorchester bietet überzeugenden Konzertabend

Mit der schwungvollen Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß eröffnete das 1. Dürener Akkordeonorchester sein Konzert im Rahmen des Konzertforums „Cappella Villa Duria“ im Haus der Stadt.

Komponist Fritz Dobler, der im Sommer seinen 90. Geburtstag feierte und zu dem Dirigentin Andrea Nolte und Orchestergründer Herbert Nolte in persönlicher, freundschaftlicher Verbundenheit stehen, stand im Mittelpunkt des Konzerts.

So erklang zunächst eines seiner ersten populär gewordenen Werke, die Werziade 1, mit einem überzeugenden Solopart am Elektronium von Jürgen Wimmer.

Als eines der erfolgreichsten Stücke Fritz Doblers gilt die „Keniade“ (Erinnerung an eine Reise nach Kenia). Doblers Orchestersatz geht bei dieser Komposition über die üblichen fünf Stimmen hinaus und nimmt durch die Hinzunahme von elektronischen Klängen und umfangreichem Schlagwerk symphonische Züge an. Geradezu magisch wirkten die elektrisierenden Rhythmen des Schluss-Satzes, in dem die beiden Schlagzeuger die Bandbreite ihres Könnens demonstrieren konnten.

Auch die Akkordeonspieler bewiesen wieder einmal ihre hohen technischen Fertigkeiten und entwickelten über alle vier Sätze einen großen musikalischen Spannungsbogen. Sebastian Gokus, einer der beiden Schlagzeuger, brillierte zudem auch als Solist und stellte drei Stücke für Marimbaphon vor.

Höchstmögliches Prädikat

Das Jugend-Akkordeonorchester, das gerade erst im Sommer beim bundesweiten Akkordeon-Jugendorchester-Wettbewerb das höchstmögliche Prädikat „Hervorragend“ erreicht hatte, entführte die Zuhörer unter der Leitung von Andrea Nolte zum „Schatz von Bagalor“. Die musikalischen Geschichten wurden umrahmt mit spannenden Texten, die von Viola Zymelka vorgetragen wurden.

Beim zweiten Werk der jungen Nachwuchsmusiker übernahm Peter Lohmar, Akkordeonlehrer an der Dürener Musikschule, das Dirigat und führte ein von ihm selbst arrangiertes Medley mit bekannten Filmmusiken von John Williams auf — unter anderem mit Musik aus Harry Potter und Star Wars.

Das Dürener Akkordeonorchester übernahm die Schlussgestaltung des Konzerts mit dem rhythmisch pulsierenden Werk Tetraeder und mit „Inmortal“ — einem Werk in Erinnerung an Astor Piazzolla. Den wichtigen Klavierpart gestaltete wiederum Viola Zymelka bravourös.

Nach zwei Zugaben endete ein überzeugender Konzertabend, der Lust auf mehr gemacht hat.

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