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Düren: Senioren-CDU fordert mehr Sicherheitskräfte

Senioren-CDU fordert mehr Sicherheitskräfte : Die Furcht Älterer vor Belästigung „ist gestiegen“

Die Senioren-CDU fordert für die Abenstunden mehr Sicherheitsleute und mehr Präsenz in der Innenstadt. Vor allem in der Winterzeit und rund um Veranstaltungen mit älteren Bürgern.

„Während noch vor gut einem Jahr die Hoffnungen groß waren, dass mit einer Aufstockung des Amtes für Recht und Ordnung beziehungsweise des Sicherheitsdienstes das Angstgefühl älterer Menschen in der Stadt ab- und das Sicherheitsgefühl aufgebaut werden könne, haben sich diese Hoffnungen bis heute nicht erfüllt.“ Dies ist jedenfalls der Eindruck des Vorstandes der Senioren-Union, der zum Jahresanfang unter Leitung seines Vorsitzenden Robert Halstein tagte. „Wir stellen im Gegenteil bei unseren Mitgliedern und der älteren Bevölkerung in der Stadt fest, dass die Furcht, abends in der Stadt belästigt zu werden, in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen ist“, betonte Halstein.

Seiner Ansicht nach sei es „erschreckend zu hören“, dass eine Reihe von Menschen jenseits der 70 Jahre bei Dunkelheit selbst für 500 Meter bis zu ihrer Wohnung oder ihrem Haus vom Kaiserplatz aus mit dem Taxi fahren. Besonders beklagt würde, dass nach Ende von Veranstaltungen zum Beispiel im Haus der Stadt, Sicherheitskräfte kaum oder meist gar nicht zu sehen seien. „Manch einer bleibt, vor allem in Herbst- oder Winterzeit, den Veranstaltungen aus Angst vor dem Heimweg fern“, sagte Halstein.

Die CDU-Senioren fordern deshalb eine deutliche Verstärkung und Präsenz des Sicherheitsdienstes. „Wenn wir die Bevölkerungsgruppe 70+ als Besucher in der Stadt oder auf den Veranstaltungen nicht noch mehr verlieren wollen, muss die Politik in dieser Frage nicht weiter kleckern, sondern klotzen“, lautet der Tenor des Senioren-Vorstandes. Die von der CDU jetzt angekündigte „Weiterentwicklung des städtischen Ordnungsdienstes“ im Wahlprogramm 2020 sei zu begrüßen, würde aber frühestens ab 2021/22 greifen.

Verjüngung notwendig

Beklagt haben die Mitglieder auch die Behandlung der Anträge der Senioren-Union über die CDU-Fraktion in den zuständigen Ämtern. Es sei „unverständlich und nicht nachvollziehbar“, dass Initiativen, wie zum Beispiel die Anfangszeiten der städtischen Veranstaltungen im Haus der Stadt um 15 bis 30 Minuten vorzuverlegen, offensichtlich in irgendwelchen Schubladen „verenden“ würden.

Bekräftigt hat Vorstand der Senioren-Union noch einmal die Forderung nach einer deutlichen Verjüngung der politisch Verantwortlichen in den Parteien. Er verwies auf eine repräsentative Emnid-Umfrage aus Herbst des vergangenen Jahres und betonte: „Die Tatsache, dass 81 Prozent der Deutschen mehr Einfluss für Politiker unter 40 Jahren fordern und nur 13 Prozent dagegen gestimmt haben, spreche eine deutliche Sprache und zeige die Stimmung in der Bevölkerung.“

Der Senioren-Chef bekräftigte seine Aussage, „dass junge Leute von 16 Jahren aufwärts, die jetzt in die Politik gehen, sich vorkommen, wie in einem Altenclub“. Wenn es keine freiwillige Selbstverpflichtung der Verantwortlichen in den Gremien geben würde, müsse, wie es der Berliner Soziologe Klaus Hurrelmann fordere, ähnlich der Frauen- auch eine Jugendquote eingeführt werden.

Zum Abschluss seiner Sitzung kündigte der Vorstand Termine für das laufende Jahr an: Wie in den vergangenen Jahren wird den Mitgliedern, auch in Zusammenarbeit mit den Kreis-Senioren, wieder eine vielseitige Mischung aus Information, Reisen und Fahrten, sowie geselligen Stunden angeboten.