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Düren/Huchem-Stammeln: Düren prüft Klage gegen Niederzier

Düren/Huchem-Stammeln : Düren prüft Klage gegen Niederzier

Die Stadt Düren wehrt sich gegen die von der Gemeinde Niederzier geplante Ansiedlung eines Elektro-Großmarktes im Huchem-Stammelner Gewerbegebiet Rurbenden.

Das Vorhaben stelle einen Verstoß gegen die Ziele der Landesplanung dar und schädige das Mittelzentrum Düren, heißt es in einer Mitteilungsvorlage, mit der sich am Mittwoch der Ausschuss für Stadtentwicklung beschäftigen wird. Notfalls werde man auch auf juristischem Wege gegen die Niederzierer Pläne vorgehen.

Die Niederzierer wollen den Weg für einen Elektro-Fachmarkt auf dem ehemaligen Heissmann-Grundstück freimachen. Fast 2700 Quadratmeter Verkaufsfläche sind vorgesehen.

Damit würde Niederzier eine Versorgungsfunktion übernehmen, die seiner Bedeutung nicht entspräche, urteilte Bauderzenent Hans Wabbel für die Stadt Düren in einer Stellungnahme bereits vor knapp einem Jahr. Gewollt sei aber vom Land eine Zentren-Struktur, sprich: Der Elektro-Großmarkt gehört nach Düren.

Da sich die Gemeinde Niederzier bisher von der Kritik des großen Nachbarn nicht beeindrucken ließ, schließt man in Düren nicht mehr aus, den Rechtsweg zu beschreiten. Die Aussicht auf Erfolg bestätige auch die IHK Aachen, die das Niederzierer Vorhaben aus den gleichen Gründen kritisiert.

Eine andere Möglichkeit, das Rurbenden-Projekt zu stoppen, wird in der Vorlage für die Ausschuss-Sitzung am Mittwoch ebenfalls angesprochen: Gelingt es Düren wie jetzt an der Kuhgasse geplant, einen Elektronik-Großmarkt im Zentrum zu etablieren, dann werde das Interesse dieser Branche, sich in den Randlagen niederzulassen, gegen Null tendieren.