Düren: Düren braucht jetzt über 1500 Wahlhelfer

Düren: Düren braucht jetzt über 1500 Wahlhelfer

Die Ungewissheit ist vorbei: Mit dem Urteil des Verfassungsgerichtshof am Dienstag in Münster ist der 30. August als Termin für die NRW-Kommunalwahlen zementiert.

„Wir begrüßen das sehr. Die Kommunalpolitiker haben ein Anrecht darauf, dass ihre Leistungen in einem gesonderten Wahlgang bewertet und nicht von bundespolitischen Akzenten völlig überlagert werden”, fühlt sich der Dürener CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer von den Richtern in seiner Ansicht bestätigt.

Anders sieht das der Dürener SPD-Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat Henner Schmidt, der wie seine Genossen im Landtag, die mit den Grünen den Klageweg beschritten hatten, für eine Zusammenlegung des Kommunalwahl- mit dem Bundestagswahltermin am 27. September plädiert hatte. „Wegen der zusätzlichen Kosten, die die Stadt gut an anderer Stelle hätte einsetzen können, und wegen der Wahlbeteiligung, die am 27. September höher gewesen wäre”, sagt Schmidt, der auch das zweite Urteil der Münsteraner Richter bedauert: „Dass es keine Stichwahl um das Bürgermeisteramt gibt, sorgt dafür, dass der Amtsinhaber leichteres Spiel hat. In einem zweiten Wahlgang hätte ich in Düren auch auf die grünen Wähler gesetzt, die vorher für ihre Kandidatin votiert haben.”

Für Bürgerbüroleiter Hans-Jörg Feltes, der in Düren für die Organisation der Wahlen verantwortlich ist, kam das Urteil nicht überraschend. „Wir waren darauf eingestellt und haben längst für alle drei Termine in diesem Jahr Wahlhelfer einberufen. 64 Wahllokale müssen drei Mal mit je acht Helfern besetzt werden - und es sollen möglichst nicht immer die gleichen sein.

Zum Einsatz kommen vorwiegend Mitarbeiter der Stadt und aus anderen Behörden. Mit 21 Euro fällt ihre Aufwandsentschädigung klein aus. Die Gesamtsumme, die der eigenständige Kommunalwahltermin für die Stadt Düren verursacht, ist dagegen nicht zu vernachlässigen: Hans-Jörg Feltes rechnet mit rund 100.000 Euro.

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