Düren: Düren als neuer Tummelplatz von Rockergruppen?

Düren: Düren als neuer Tummelplatz von Rockergruppen?

Zum zweiten Mal binnen vier Tagen ist die Polizei am Montagabend mit einem Großaufgebot gegen eine Gruppe aus der Rockerszene vorgegangen, die — nach einem nicht näher erläuterten Hinweis — mit 30 bis 100 Personen auf dem Weg in die Kreisstadt sein sollte.

Auf der Bundesstraße 56 nahe der Autobahn wurden stadteinwärts Kontrollstellen eingerichtet. In der Innenstadt waren verstärkt Streifenwagen unterwegs. „Ziel des Einsatzes war es, strafbare Handlungen zu unterbinden“, sagte Polizeisprecherin Melanie Mallmann. Fündig wurden die von Kräften der Bereitschaftspolizei aus Dortmund, Wuppertal und Köln unterstützten Beamten der Dürener Polizei jedoch nicht. Verdächtige Personen wurden nicht angetroffen.

Düren als neuer Tummelplatz von Rockergruppen? Warum die Gruppen plötzlich Düren ansteuern wollen, sei vollkommen unklar, erklärte die Polizeisprecherin auf Nachfrage. Weder gebe es Erkenntnisse, die im Zusammenhang mit Schutzgelderpressung oder Prostitution stehen würden, noch in Düren überhaupt einen Hinweis auf auffällige Rockergruppen. Im Polizeideutsch heißt das: „Es gibt keine Lage.“

Und so soll es auch bleiben. Die starke Polizeipräsenz solle die Gruppen abschrecken, nach Düren zu kommen. „Wir werden alles dafür tun, dass Düren nicht zum Schauplatz irgendeiner Art von Auseinandersetzungen zwischen Rockern wird“, sagte Mallmann. Sie wollte nicht ausschließen, dass in den kommenden Tagen weitere Kontrollen stattfinden werden.

(ja)
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