Düren: 37 Stadthäuser im Cranachquartier bis 2021

Stadtquartier Cranachstraße : Neues Viertel mit 37 Stadthäusern

Wenn im Frühjahr 2019 die ersten vier Einfamilienhäuser im neuen Stadtquartier Cranachstraße fertiggestellt sind, wird man erahnen können, wie das rund 9000 Quadratmeter große Baugebiet im rückwärtigen Bereich der Stadtwerke einmal aussehen wird: 37 Stadthäuser sollen hier bis Ende 2020 entstehen.

„Unser Ziel ist es, auch in der Innenstadt Wohnraum für Familien zu schaffen – und das in Form eines Stadthauses mit eigenem Wohnbereich und Garten“, sagt Nobert Liebich vom Bauträger Liebich GmbH.

Dabei will man vor allem die Vorteile der Stadt nutzen: kurze Wege zum Bahnhof, zu Einkaufsmöglichkeiten und der Anbindung an die Autobahn. Zum Konzept der großzügigen Stadthäuser auf drei Etagen mit rund 160 Quadratmetern Wohnfläche und großem Grundstück gehört auch eine zentrale Multifunktionsfläche im Herzen des Quartiers, eine ökologische Bauweise und nachhaltige Energieversorgung.

„Die Quartierslösung ist ein Ansatz, wie Leben in der Stadt aussehen kann“, ergänzt Michael Liebich und verweist dabei darauf, dass sie zu einem Gemeinschaftsgefühl beitragen soll, man die Möglichkeit habe, sich in einem Quartier wieder begegnen könne. Es ist zudem ein Ansatz, wie Brachflächen in einer Stadt revitalisiert werden können.

1999 hatten die Stadtwerke Düren das Gelände der früheren Dürener Maschinenfabrik und Eisengießerei Depiereux in der direkten Nachbarschaft erworben und die Hallen und den Bürotrakt als Fortbildungszentrum genutzt, teilweise auch vermietet. „In enger Zusammenarbeit mit der Stadt haben wir dann überlegt, dieses Gelände weiter zu entwickeln und einen Investor gesucht“, erklärt Jörg Simon von den Stadtwerken.

Im Rahmen des Masterplans war zunächst vom Bau von Stadtvillen, Stadthäusern und Etagenwohnungen die Rede, bevor sich in einem zweiten Anlauf die Vorstellungen zu einer einheitlichen Quartierslösung von Planern und Bauträger angeglichen haben.

Wesentliche Vorarbeiten zur Entwicklung haben die Stadtwerke selbst geleistet: den Rückbau der alten Fabrikanlagen inklusive umfangreicher Dokumentation der Schadstoffbelastungen. „Das Gelände ist jetzt frei von Kontaminationen. Ein ehemaliger Luftschutzbunker an der Grenze zu einem höher gelegenen Grundstück ist verfüllt worden“, sagt Simon. Dieses höher gelegene, rund 7000 Quadratmeter große Gelände, könnte in einem zweiten Entwicklungsschritt später ebenfalls noch bebaut werden.

Bei ihrem Konzept eines Stadthauses mit drei Etagen (die oberen Etagen sind für Eltern und Kinder) setzt der Bauträger auf eine möglichst funktionale Gestaltung. Zu jedem Haus werden Parkmöglichkeiten für zwei Pkw gehören, es soll nach neuesten Energiestandards gebaut werden und all das vergleichsweise günstig, wie Michael Liebich betont. „Wir streben einen Quadratmeterpreis von 2300 Euro an. Das liegt deutlich unter dem, was bei Neubauten im Innenstadtbereich üblich ist“, sagt Michael Liebich.

Gemeinsam mit den Stadtwerken denkt man zudem über weitere Angebote nach. Jörg Simon: Ein Konzept für Elektro-Ladesäulen ist schon in Arbeit. Wir können uns auch Car-Sharing-Angebote vorstellen. Zudem werden wir Fotovoltaik-Speicherkonzepte anbieten.“ Und als Tüpfelchen auf dem i werden alle Häuser mit schnellem Internet per Glasfaserkabel versorgt. Simon: „Es wird in ganz Düren nirgendwo schnelleres Internet geben, als in diesem Stadtquartier.“

Während die ersten vier Häuser bereits im Bau sind, sollen die Bauarbeiten für das eigentliche Quartier Anfang 2019 starten. Norbert und Michael Liebich gehen davon aus, dass die Fertigstellung bis Ende 2020 realistisch ist. Rund 13 bis 14 Millionen Euro wird das Volumen des Projektes betragen.

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