Düren: Düren: 14,2 Prozent der Bürofläche steht leer

Düren: Düren: 14,2 Prozent der Bürofläche steht leer

An Büroraum mangelt es in der Stadt Düren nicht, auch nicht an verfügbarem. Das weist der erste von der Mandelartz Immobilien GmbH herausgegebene Büromarktbericht für die Stadt Düren aus. Die Studie geht von einer Gesamtmietfläche von rund 150.000 Quadratmetern aus, einer Mietpreisspanne zwischen 4,50 und 8,50 Euro je Quadratmeter und einer Leerstandsquote von 14,2 Prozent.

In rund 50 Einzelobjekten mit einer Größe von bis zu 5000 Quadratmetern stehen gut 21.000 Quadratmeter Bürofläche leer, teilweise in den ersten Obergeschossen schon seit vielen Jahren.

„Meist ist die schlechte Parkplatzsituation, die mangelnde technische Ausstattung der Gebäude und der Renovierungsstau innerhalb der Räume Grund für den nachhaltigen Leerstand, heißt es in dem Bericht, in dem ein konsequentes und strategisches Leerstandsmanagement gefordert wird. Um Leerstand zu vermeiden sei es erforderlich, frühzeitig die Belange der Mieter zu ergründen, die Mietpreise zu senken oder bei langfristigem Leerstand gegebenenfalls über eine Umwandlung der Büros in Wohnungen nachzudenken.

Auch müssten Immobilieninhaber über eine Optimierung der Nebenkosten nachdenken, die für den Nutzer eine „zweite Miete“ und damit einen harten Standortfaktor darstellten. Um die Nebenkosten zu senken müssten insbesondere die Heizkosten mit Sanierungsmaßnahmen gesenkt und Dienstleistungsverträge (unter anderem für Wartung, Aufzug, Reinigung) gegebenenfalls neu verhandelt werden.

Bei der Betrachtung des Büromarktes in Düren haben die Herausgeber sechs Teilmärkte analysiert. Neben dem „Bankenviertel“ in der direkten Innenstadt vor allem das Behördenviertel in unmittelbarer des Amtsgerichts, das vor allem von Anwälten, Notaren und Steuerberatern genutzt wird. Der dritte Teilmarkt umfasst in der Innenstadt verteilte Mietflächen in Wohn- und Geschäftshäusern mit einer Größe zwischen 50 und 150 Quadratmetern , die meistens im Erdgeschoss oder ersten Obergeschoss liegen.

Der vierte Teilmarkt findet sich in den Gewerbegebieten, in denen Büros zu finden sind, gefolgt vom Teilmarkt „Spezialisten“. In diese Kategorie ordnet die Studie Gebäude wie das des Wasserverbands Eifel-Rur an der Eisenbahnstraße ein oder das der Telekom am Ellernbusch, das während der Rathaussanierung bis Ende 2014 ja auch von der Stadt Düren angemietet wurde. In den letzten Teilmarkt, das sogenannte Umfeld, fallen die weit über das Stadtgebiet verteilten Einzelgebäude, die meist mit Wohnungsbau einhergehen. „Die Büros in diesen Gebäuden sind oft historisch gewachsene Büroflächen, die meist keine alternative Nachnutzung finden, wenn die Kontinuität im Gewerbe wegfällt“, heißt es in der Studie.

(ja)
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