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Drakonische Strafen für Respektlosigkeiten gegenüber der Polizei

Bespuckt und bepöbelt : Wenn Respektlosigkeiten gegenüber Polizisten teuer werden

Fälle von respektlosem Verhalten gegenüber Polizisten gibt es immer wieder. Bei zwei Vorfällen in Düren gab es für die Täter nun Geldstrafen. Für einen der beiden hatte sein Handeln noch weitere Folgen.

Der erste Vorfall liegt schon eine Weile zurück. Während einer routinemäßigen Verkehrskontrolle im Januar 2018 zeigte sich ein damals 41-Jähriger uneinsichtig. Er beschimpfte und beleidigte die Beamten aufs Übelste, spuckte einer Beamtin sogar ins Gesicht und zeigte sich äußerst aggressiv. Er schlug und trat gegen sein Auto, schimpfte und tobte.

Die kontrollierenden Polizisten untersagten ihm daraufhin die Weiterfahrt, bis er sich beruhigt habe. Das wollte der in Düren Lebende jedoch nicht akzeptieren und machte Anstalten, sein Auto zu starten und davonzufahren. Dem Beamten sagte er: „Du kannst mich am Arsch lecken, ich fahre!"

Bei dem Versuch, den Mann aus seinem Wagen zu holen und ihm die Fahrzeugschlüssel abzunehmen, leistete der aufgebrachte Fahrer erheblichen körperlichen Widerstand. Die Beamten mussten Reizgas einsetzen und sich wiederholt als „Nazischweine" beschimpfen lassen. Schließlich gelang es, den Fahrzeughalter zur Polizeiwache Düren zu bringen.

Kürzlich fiel nun das Urteil gegen den 41-Jährigen: Er wurde zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à zehn Euro verurteilt. Zusätzlich wurde durch das Straßenverkehrsamt in Düren die charakterliche Eignung zum Führen eines Autos getestet. Bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) zeigte sich der Beschuldigte ebenfalls nicht von seiner besten Seite; das Straßenverkehrsamt zog bis auf weiteres seinen Führerschein ein.

Bei einem weiteren Vorfall im April mussten sich Beamte der Polizei bei einer Personenkontrolle vor einer Dürener Diskothek als Hurensöhne beschimpfen lassen. Als die Polizisten die Personalien des 22-Jährigen aufnahmen, sagte er, einen guten Anwalt zu haben und für die Äußerung sowieso nicht bestraft zu werden. Der Richter entschied anders. Für seine Beleidigung wurde der Mann mit Wohnsitz in Düren zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt.

(red/pol)