VHS Düren-Rureifel: Dr. Wilma Viol tritt als Nachfolge an

VHS Düren-Rureifel: Dr. Wilma Viol tritt als Nachfolge an

„Mach mal was Neues“ lautet das Motto des Programms 2018/2019 der VHS Düren-Rureifel, das in diesen Tagen startet. „Mach mal was Neues“ hat sich auch Dr. Wilma Viol gesagt, die am 1. Oktober offiziell die Nachfolge von Friedhelm Eßer als Leiterin der Bildungseinrichtung antritt, die jährlich rund 1000 Kurse und Veranstaltungen in Düren und zehn weiteren Kommunen des südlichen Kreisgebiets anbietet.

Zuletzt war die 51-jährige Kölnerin Leiterin der VHS Dormagen, suchte aber eine neue berufliche Herausforderung. „Auch weil ich nie so richtig in Dormagen angekommen war“, verriet Wilma Viol bei der Vorstellung durch Bürgermeister Paul Larue (CDU) und den Leiter von Düren Kultur, Dieter Powitz. Und damit das in Düren nicht wieder geschieht, sitzt sie schon auf gepackten Koffern und wird in wenigen Tagen an die Rur ziehen.

Rund 50 Bewerbungen waren für die vakante Stelle eingegangen, knapp ein Dutzend Kandidaten schafften es in die engere Auswahl, berichtete Powitz. Dabei habe Wilma Viol nicht nur fachlich, sondern auch menschlich die Auswahlkommission vollauf überzeugt, betonte Larue. Man merke schnell, dass ihr die Erwachsenenbildung sehr am Herzen liege, längst „zu einer Lebensaufgabe geworden ist“, wie sie selber betont.

Das ist vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass sie selbst das Abitur über den zweiten Bildungsweg nachgeholt hat und sich zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn als gelernte Verwaltungsmitarbeiterin Anfang der 90er Jahre auf die beginnende Computerisierung des Arbeitslebens einstellen musste. Kein Wunder, dass ihr die Themen Digitalisierung und zweiter Bildungsweg neben der Alphabetisierung besonders am Herzen liegen.

VHS-Cloud stärker nutzen

Das sind die Bereiche, in denen sie auch künftig Schwerpunkte der VHS-Arbeit im Dürener Land sieht mit Kursen zur Integration insbesondere von Flüchtlingen, zum Nachholen von Schulabschlüssen und im Bereich EDV, die „mehr und mehr ineinandergreifen werden“, ist die neue VHS-Leiterin überzeugt. Dabei will sie auch verstärkt auf die VHS-Cloud setzen, in der bereits rund 700 der 900 bundesweit tätigen Volkshochschulen Lerninhalte online bereitstellen, die von allen Teilnehmern genutzt werden können.

An der Struktur der VHS Düren-Rureifel mit zentralen Kursen in Düren und dezentralen in den umliegenden Kommunen will und soll sie festhalten. „Das erwarten unsere Partner von uns“, unterstrich Larue. Gleichwohl will sie nach dem Besuch aller Außenstellen in den kommenden Wochen schon bei der Erstellung des Jahresprogramms 2019/2020 eigene Akzente setzen und noch vorhandene Lücken schließen.

Wie ihr Vorgänger Friedhelm Eßer will Dr. Wilma Viol auch einen eigenen Programmbereich übernehmen, selbst Kurse leiten, um neben der administrativen Arbeit den direkten Kontakt zu den Menschen nicht zu verlieren. „Welchen, das werden wir noch sehen.“

(ja)
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