Hürtgenwald: Don-Kosaken-Chor sorgt für Gänsehautgefühl

Hürtgenwald: Don-Kosaken-Chor sorgt für Gänsehautgefühl

„Das ging unter die Haut, es war ein großes musikalisches Erlebnis.” Mit diesen Worten verließen viele Besucher das Konzert des „Don-Kosaken-Chores Serge Jaroff”. Mit ihren gewaltigen Stimmen sorgten die 15 Sänger um ihren Leiter Wanja Hlibka für einen besonderen Musikgenuss und Gänsehaut bei dem dankbaren Publikum.

Auf Einladung des Kulturvereins Höhenart Hürtgenwald gastierte er in der voll besetzten Pfarrkirche St. Antonius in Gey.

Im Kirchenraum hätte man die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören können, als das Ausnahme-Ensemble zunächst eine Reihe geistlicher Werke virtuos à capella zelebrierte. Die Klangvollkommenheit berührte die Zuhörer dabei ebenso wie das „Halleluja” aus dem ersten Psalm Davids - unnachahmliche Kontraste höchster und tiefster Töne bis hin zum Verklingen.

Auch die folgenden Stücke, darunter die „Cherubin Hymne”, spiegelten in ihren Dynamik-Extremen die Grenzen dessen wider, was die menschliche Stimme zu leisten im Stande ist. Dies zeigte sich auch bei den Soloauftritten im Bariton- und Tenorbereich. Wohltuend für die Ohren war auch das „O lasset uns anbeten, den König, den Herrn”, das nach rauschendem Applaus zur Pause überleitete.

Im weltlicher gehaltenen zweiten Teil standen überwiegend lebhafte russische Volksweisen auf dem Programm. Die Qualität der Vorträge überstieg die Erwartungen der Besucher, von denen die meisten den Chor zum ersten Mal erlebten.

Es begann mit den „Erinnerungen an Tschaikowsky” und ging voller Klanghomogenität weiter. Danach erfreuten die „Zwölf Räuber” ebenso die Ohren der Zuhörer, wie der Klang der „Abendglocken” mit brillantem Tenor-Solopart, was bei vielen „Gänsehaut” auslöste. Mit „Kalinka” wurden die mitreißenden Vorträge abgeschlossen. Beifallovationen ließen den Chor einige Zugaben anschließen, darunter das populäre getragen gehaltene deutsche Werk „Ich bete an die Macht der Liebe”.

Bei aller Professionalität der Aufführung war bei den Sängern die Freude am Musizieren für die Konzertgäste immer zu spüren und übertrug sich auf diese beim niveauvollen Hörgenuss.

Der „Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff” bescherte der Höhengemeinde schon jetzt einen kulturellen Höhepunkt. Dies brachte auch der Vorsitzende des Kulturvereins Höhenart Hürtgenwald, Bürgermeister Axel Buch, in seinen Dankesworten zum Ausdruck. Der Pfarrgemeinde St. Antonius und Pastor Georg Neuenhofer dankte er für die Zurverfügungstellung der Kirche und die Mitbetreuung der Künstler im Pfarrheim.

Einen besonderen Dank richtete er an Vorstandsmitglied Bruno Linzenich, der die Idee zu dem Auftritt des Don-Kosaken-Chores hatte und der für die Organisation dieses Konzertes verantwortlich zeichnete. Gleichzeitig kündigte Buch an, dass dieses Konzert der Don Kosaken nicht das letzte in Hürtgenwald gewesen sei und der Kulturverein Höhenart einen weiteren Termin im nächsten Jahr ins Auge fasst.

Das Publikum verabschiedete die russischen Gäste mit Ovationen und langanhaltendem Beifall in der Kirche.

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