Düren: Dokumente der Geschichte am laufenden Band

Düren: Dokumente der Geschichte am laufenden Band

Höhenangst hat Helmut Krebs, Leiter des Dürener Stadt- und Kreisarchivs nicht. Nach jahrzehntelangem Dasein im Erdgeschoss des Rathauses und dem Geräuschpegel des „Event-Ortes Rathausvorplatz” zieht er mit dem Institut fast in die Idylle.

Die dritte Etage der Stadtbücherei im Haus der Stadt wird das neue Domizil. Der Umzug geht momentan nahezu geräuschlos vonstatten, doch vor und nach der politischen Entscheidung auf der Grundlage des Rödl-Gutachtens im Dürener Stadtrat gab es heftige Begleitmusik. Kosten sollen durch den Umzug eingespart werden.

Zunächst einmal werden für die Verlegung aber rund 200.000 Euro fällig, wie Johannes Esser, Leiter des Kulturbetriebes, auf Nachfrage bestätigt. Er sieht in der Zusammenführung Vorteile, weil die Gemeinsamkeiten zwischen Stadtbücherei und Archiv überwiegen. Beide Abteilungen hätten einen Kultur- und Bildungsauftrag. Positive Aspekte sieht auch der Archivleiter. Zum ersten Male sei es möglich, die Spezialbibliothek freihändig aufzustellen.

Bis es aber soweit ist, müssen 800 laufende Meter Archivalien und 400 laufende Meter Bücher vom Rathaus zum Haus der Stadt transportiert werden. Der „Rest”, immerhin noch 500 laufende Meter an Archivalien und 100 Meter an Bücher und Sammlungen, werden in einer Compactus- Anlage unter der Hochterrasse des Rathauses untergebracht.

Aber auch im Keller des Hauses der Stadt wird ein entsprechendes Regalsystem aufgebaut, in dem historisches und modernes Aktengut, Sammlungen und Nachlässe sowie das Fotoarchiv aufbewahrt werden. Bis Oktober wird es allerdings noch dauern, bis das Archiv wieder zugänglich ist. An den Weg wird man sich erst gewöhnen müssen.