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Merken/Aachen: Discobesitzer und Türsteher vor Gericht

Merken/Aachen : Discobesitzer und Türsteher vor Gericht

Vor dem Landgericht Aachen müssen sich seit Mittwoch der Besitzer der Diskothek „Thema” in Merken, zwei ehemals dort tätige Türsteher und eine Hilfskraft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Bei einer Massenschlägerei soll das Quartett sechs Gäste des Lokals verletzt haben - zwei sollen bei dem Geschehen sogar lebensbedrohliche Blessuren davongetragen haben. Vor Gericht beteuern sie allerdings ihre Unschuld. Sie hätten friedlich versucht, die Ruhe wieder herzustellen.

Noch bevor die Polizei in jener Nacht vor Ort erschienen war, hatten sich die beiden angeklagten Türsteher jedoch schon aus dem Staub gemacht. Wie einer jetzt vor Gericht sagte, geschah das aus Angst um die eigene körperliche Unversehrtheit.

Die rund 50-köpfige Meute sei zuletzt so aggressiv und aufgeheizt gewesen, dass sie versucht habe, die Diskothekentür mit Baseballschlägern und ähnlich gefährlichem „Werkzeug” einzuschlagen.

Dabei sei der Abend vor der Keilerei zunächst ruhig verlaufen. „Wir warteten draußen auf den Feierabend”, sagte einer der Security-Männer.

Begonnen habe alles mit einer Prügelei auf der Tanzfläche, bei der er einem Gast zu Hilfe geeilt sei. Dessen Bruder aber habe die Situation verkannt und dem Helfer eine Flasche über den Kopf gezogen. „Ich habe Sterne gesehen”, sagte er auf der Anklagebank.

Dann habe es die Prügler Richtung Ausgang gezogen. „Ihr Krach musste eine Vorgeschichte gehabt haben”, meinte der Angeklagte weiter. „Sie duzten sich und ich hörte nur: Ich schlag den tot. Ich bring den um.”

Der Angeklagte will in dieser Situation nur noch gerufen haben: „Macht was ihr wollt. Aber macht es nicht in dem Laden. Geht raus.” Auf dem Vorplatz der Diskothek, weiß ein anderer Angeklagter zu berichten, sei die Zahl der Randalierer rasch von 15 auf 50 gestiegen. „Es war ein heilloses Durcheinander und Chaos.”